Zauberhafte YPS-Erinnerungen

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Anlässlich des schönen YPS-Beitrags von Wittus Witt im aktuellen, dritten Band seines A-B-C der Taschenspieler-Kunst (siehe diese Meldung) inklusive Leserumfrage möchte ich auch hier meine Erinnerungen dazu teilen.

Leider hat mein Taschengeld nie für die YPS-Hefte gereicht, und meine Eltern wollten mir diese auch nicht kaufen. Dafür gab’s oft die Micky Maus, und die hatte ja auch eindeutig die besseren Comics! Aber ein Freund von mir bekam jede YPS-Ausgabe, und ich kann mich noch dumpf an die legendären Urzeitkrebse, Solar-Zeppeline und Agentenausrüstungen (Fingerabdruck-Pulver, Teleskop-Periskop und Pistolenbuch!) erinnern. Und an das “Abenteuer-Zelt für zwei Mann”, das so verdächtig nach einem auch unten offenen Müllsack aussah…

Wahrscheinlich verdanke ich YPS auch die erste Begegnung mit einem schwarz-roten Plastikeierbeutel, präsentiert von Hardy (Heft 166). Als einzigen Trick (naja, eher ein Puzzle) aus der Zeit habe ich tatsächlich irgendwo im Keller noch “Die Trickbox mit dem vertrackten Labyrinth” (Heft 170). Vermutlich habe ich die damals meinem Freund abgeschwatzt.

Gesammelt habe ich diese Tricks aber nie. Als es allerdings vor ein paar Jahren nochmal kurzzeitige Wiederbelebungsversuche des Magazins gab, habe ich mir doch ein oder zwei Hefte mit Zauber-Gimmicks gekauft und bis heute ungeöffnet aufbewahrt.

Was mir erst jetzt erst beim Betrachten der ganzen magischen YPS-Titelbilder im A-B-C klar wird: Ein Teil der Gimmicks stellt ja praktisch das frühe, heute klassische Tenyo-Sortiment dar (wenn auch vermutlich in noch billigerer Qualität), von Chinese Sticks und Coins in Nest über Fingerguillotine, Kartenkassette und Soft Coins bis hin zu Telesphere, Time Capsule, Twister und Zig Zag Cig!

Wer tiefer ins Thema YPS-Gimmicks einsteigen will, dem sei neben Witts Beitrag diese umfassende Sammlerseite empfohlen:

https://www.ypsfanpage.de/gimmicks/

Dort habe ich z.B. gelernt, dass die “Geld-Zauber-Maschine” immerhin auf Platz 9 der beliebtesten YPS-Gimmicks liegt – und auch genau 9 Mal (wie auch das Pups-Kissen) einem YPS-Heft beilag. Unangefochten auf Platz 1: die Urzeitkrebse mit 22 Auftritten!


 

Neues zur Taschenspielerkunst von Adrion bis YPS

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Der zweite Band ist noch gar nicht vollständig gelesen, da legt Wittus Witt schon mit der dritten Ausgabe seines A-B-C der Taschenspieler-Kunst im Buchformat nach! Auf 156 Seiten bietet diese u.a. Lesenswertes von und über Alexander Adrion sowie einen echten Leckerbissen für Sammler: einen umfassenden Überblick über die Zauber-Gimmicks und -themen des einst großen und beliebten Kindermagazins YPS! Wer da nicht gleich anfängt, in seinem Zauberkeller und seinen Kindheitserinnerungen zu kramen…

Als Beilagen enthält dieser Band Reproduktionen von zwei Adrion-Drucksachen sowie, auf der Innenseite des Buchumschlages, des “Großen YPS-Zauber-Posters”.

Nach einem Wechsel der Druckerei kostet das A-B-C  im zweiten Jahrgang und in bibliophiler Ausstattung jetzt 52,50 Euro im Jahresabo, Versand inklusive. Schriftliche Bestellungen am besten direkt an abc@wittuswitt.de.

Hier geht es zu den Meldungen über Band 1 und Band 2.


 

Magie & Corona

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Es ist schon sehr beachtlich und respektabel, wie ich finde, was unsere kleine, aber feine Zauberfachpresse angesichts der Corona-Krise mal eben so alles aus dem Boden stampft!

Aladin Corona Special

Hanno Rhomberg und sein Aladin-Team aus Österreich haben kürzlich ein umfangreiches Corona-Special erstellt und online frei zugänglich gemacht, auch für Nicht-Abonnenten. Dabei handelt es sich um den Themenschwerpunkt des kommendes Heftes 1/2020.

Heute folgen nun MW-Herausgeber Wittus Witt und FISM Ehrenpräsident Eric Eswin mit einem gemeinsamen Aufsatz zu den Konsequenzen der Corona-Krise für die Zauberei. Der Clou: Dieses MW-Spezial erscheint dank fleißiger Übersetzer direkt in vier Sprachen (ENG, D, ESP, FR). Als tröstlichen Zaubergag enthält es ein Papierzerschneiden, um das Corona-Virus flugs von der Weltkugel verschwinden zu lassen. Wenn es doch so schön einfach wäre!
Auch dieses Special ist kostenlos erhältlich und darf gerne weiterverbreitet werden.

MW Special Corona

Hier kann man es bei Wittus herunterladen: MW-Spezial-Corona

Beide Produkte sind lesenswert und regen mit ihren Informationen und Ideen dazu an, sich ernsthaft mit den mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf die (Zauber-)Kunst zu befassen – was mir auch nötig erscheint, weil doch offenbar sehr viele Menschen noch davon ausgehen, dass unsere Welt und unser Alltagsleben in zwei bis vier Monaten einfach wieder so aussehen werden wie vor dem Virus… Aber dazu bräuchte es schon eine verdammt große Prise Zaubersalz, fürchte ich!


Zu zahlreichen weiteren kostenlosen Zauberangeboten rund um Corona geht es hier!


 

Neues zur Kulturgeschichte der Zauberkunst

Wittus Witt hat soeben die zweite Ausgabe vom A-B-C der Taschenspieler-Kunst vorgelegt. Der 192-seitige Band enthält Beiträge von Peter Mika, Peter Rawert, Waldemar Hans Horster und Witt selbst. Highlights sind eine umfassende Biografie von Alexander Heimbürger sowie eine bisher unveröffentlichte Becherspiel-Routine von Reinhard Rohnstein. Dank Stefan Alexander Rautenberg gibt es aus dem Nachlass von Alexander Adrion eine CD-Beilage mit einem Heimbürger-Feature des Deutschlandfunks von 1982.

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Schriftliche Bestellungen am besten direkt an abc@wittuswitt.de.

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Ende Mai erscheint die recht spannend klingende Dissertation von Katharina Rein als Buch: Techniken der Täuschung: Eine Kultur- und Mediengeschichte der Bühnenzauberkunst im späten 19. Jahrhundert.

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In der Kurzbeschreibung des Titels heißt es:

Katharina Reins preisgekrönte kulturwissenschaftliche Dissertation widmet sich der Bühnenzauberkunst in ihrem “Goldenen Zeitalter” (ca. 1860–1900), das von wissenschaftlicher und technischer Innovation ebenso geprägt war wie von einer florierenden Medienkultur, den Umbrüchen der Industrialisierung oder den Erfahrungen von Globalisierung und Kolonialismus. Moderne Bühnenzauberei beansprucht keine übernatürliche Wirkung, vielmehr präsentiert sie technisch erzeugte Illusionen, deren Funktionsweisen sie allerdings verbirgt. Sie stellt damit eine spezifische Form des Mediengebrauchs dar, die mediale Effekte exzessiv ausstellt, während sie das dahinterstehende technische Geschehen zum Verschwinden bringt. Die Analyse von vier paradigmatischen Großillusionen (“Pepper’s Ghost”, “Vanishing Lady”-, Levitations- und Telepathie-Illusion) eröffnet nicht nur schlaglichtartige Einblicke in die bislang weitgehend ungeschriebene Zaubergeschichte des späten 19. Jahrhunderts. Sie geben zugleich die Sicht frei auf einschneidende kulturelle Veränderungen und Innovationen, die in diese moderne, hoch technisierte Form von Magie Eingang fanden.

Das Buch wird gebunden 34 Euro kosten und kann z.B. hier bei Amazon vorbestellt werden.

Die Autorin wird darüber auch bei Magica 2020 referieren.

Hier ist sie im Interview mit den Machern des Trickverrat Podcasts zu hören.


 

Zauberei sehen und hören

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Jörg Alexander – Vimeo-Screenshot (s.u.)

Wer gestern die “Lange Nacht der Zauberei” von Margot Litten im Deutschlandfunk verpasst hat, kann den dreistündigen Kessel Buntes mit vielen O-Tönen (u.a. mit Siegfried, Wittus Witt, Thomas Fraps, Helge Thun, Jörg Alexander, Christoph Borer) derzeit hier nachhören und auch das 57-seitige (!) Manuskript der Sendung herunterladen. Im Vorfeld gab es auch noch ein Interview mit Hans Klok.

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Harry Keaton wurde vor ein paar Tagen in einem Beitrag der “Hessenschau” des hr-Fernsehens als “Ein Magier mit Doktortitel” vorgestellt, der hier abrufbar ist.

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Roberto Giobbi bietet am 7. und 8. März 2020 auf Schloss Guteneck eine neue Masterclass über “Stand-up Card Magic” an.

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 Hier gibt es ein neues kurzes Video von Jörg Alexander über die Zauberkunst.

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Wenn Anfang Juli FISM Europe in Manresa (Spanien) über die Bühne geht, werden die folgenden deutschen Acts und Seminarleiter dabei sein: Topas, Eberhard Riese, Gaston Florin (mit Jaqueline!) und Nikolai Striebel.


 

Magic Postage Stamps: Rosa & Janos Bartl

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In December 2019, Wittus Witt has issued a German postage stamp featuring famous past magic dealers Rosa & Janos Bartl. The stamp comes as one of many extras with Witt’s latest German publication, the A-B-C der Taschenspieler-Kunst. However, it is directly linked to Birgit Bartl-Engelhardt’s major Bartl biography, which came out – also published by Wittus Witt – just a few months earlier last year.


 

Zauberhafte Nach-Weihnachts-Tipps

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Na, an Weihnachten zaubertechnisch leer ausgegangen oder zumindest das heiß begehrte neue Buch des Großen Trickserini oder die Best-of-DVD der Fettigen Finger doch nicht von der Liebsten erhalten?! Dann muss man sich in 2020 eben öfter selbst beschenken! Nachfolgend einige aktuelle Tipps.

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Nicolai Friedrich tritt noch bis zum 2. Februar 2020 in einem Zauber-Zelt am Frankfurter Waldstadion auf. Hier steht mehr darüber, und hier ist ein aktueller Artikel über ihn aus der F.A.Z.

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Wer in Berlin wohnt oder in den nächsten Wochen hinfahren möchte, mag sich vielleicht Zauber Zauber anschauen. Das Programm ist noch bis zum 26. Januar 2020 im Berliner Wintergarten Varieté zu sehen.

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Es kommt nicht mehr so häufig vor, dass englischsprachige Zauberbücher ins Deutsche übersetzt werden. Geschehen ist dies aber nun mit dem Titel The Spectacle of Illusion. Magic, the Paranormal and the Complicity of the Mind von Matthew Tompkins. Übersetzt heißt das Werk Die Kunst der Illusion. Magier, Spiritisten und wie wir uns täuschen lassen. Es umfasst 224 Seiten und enthält ca. 400 farbige Abbildungen. Mehr darüber gibt es hier zu lesen. Die deutsche Ausgabe kostet 34 Euro.

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Mark Lewis ist Misanthrop, Maulheld, Magier und (vermeintliches) Medium. Im Genii Forum sind seine Tiraden unter dem Namen “performer” gefürchtet, denn nach eigener Aussage hasst er die allermeisten Magier, liebt aber die Magie. Und als Profi weiß er, wovon er spricht bzw. schreibt, vor allem beim Thema Karten. So gilt er als ein Meister des Svengali Pitches. Sein Leben lang hat er von Hugards und Braues Royal Road to Card Magic gezehrt und nun seine umfassenden Anmerkungen und Ergänzungen dazu bei Chris Wasshubers Lybrary.com veröffentlicht. Zum Buch geht es direkt hier, der Preis beträgt gerade mal 15 Dollar.

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Bilbiophile Zauberfreunde und Sammler seien noch einmal an das neueste Werk von Wittus Witt erinnert, das wunderschön aufgemachte A-B-C der Taschenspieler-Kunst. Die Auflage ist limitiert. Zu bestellen direkt beim Herausgeber per Mail an abc [at] wittuswitt.de.

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Und wer gar nichts ausgeben, aber sich kostenlos in Sachen Kartenkunst weiterbilden will, dem sei noch einmal der 554-Seiten-Schmöker The Passion of an Amateur Card Magician von Paco Nagata ans Herz gelegt. Der Spanier ist ein Amateur im besten Sinne des Wortes, ein Liebhaber, der sein Lebenswerk selbst ins Englische übersetzt hat, es nun mit Begeisterung völlig unneigennützig teilt und sich über jeden Leser herzlich und bescheiden freut. Einfach hier herunterladen!

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Historisch-Kunstvolles für Taschenspieler

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Rechtzeitig zu Weihnachten hat Wittus Witt seine neueste, ambitionierte Publikation auf den Markt gebracht: Das A-B-C der Taschenspieler-Kunst. Als Schriftenreihe für Liebhaber geplant, hat sich schon die Erstausgabe zu einem richtigen Buch ausgewachsen: 156 Seiten Umfang, fest gebunden, edel gedruckt, mit Schutzumschlag und diversen Beilagen (Poster-Reprint und Zauberbriefmarken) versehen. Es sollen künftig zwei Ausgaben pro Jahr erscheinen.

Hier gibt es einen flotten Video-Preview:

Da ich selbst mit einem Beitrag vertreten sein darf, fällt mein Urteil natürlich nicht ganz neutral aus, doch unabhängig davon ist dieses Werk aus meiner Sicht ein sprichwörtliches “Muss” zum Blättern, Schmökern und Genießen für jeden Zaubersammler und -historiker!


 

Some Collected Impressions from the 8th EMHC in Vienna

EMHC Vienna 2019 Head

Traveling back now from Vienna on Sunday evening, the 8th edition of the European Magic History Conference is already (very recent) history. I am more than happy to have made the trip and to have attended for the first time!

My head is spinning with interesting facts and insights from a total of 16 lectures; I have met a few familiar faces and made many new acquaintances; my magic collection has grown through a few pieces I was able to acquire; my own presentation found some kind interest; and a couple of exciting new books are about to appear!

Overall, rubbing shoulders with some of magic‘s greatest historians / collectors / luminaries like Edwin Dawes, John Gaughan, Mike Caveney, Roberto Giobbi, The Davenports, our host Magic Christian and many others has been a reverent and rewarding experience!

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Now if this blog were more tabloid style, I could yell out headlines like these:

Dutch Magician Decapitates Rabbit!
Renowned Book Collector Considered Buying A Buried Witch‘s Bones!
Famous U.S. Collector May Bring His Treasures Back Into Barnes and Attics!

 

But of course I won’t. Fortunately, I am more of the serious and responsible writing kind! However, I have no intention of giving a full and thorough review of the conference; I was there to listen, learn, and discuss. So what follows are just some facts, highlights and side notes from my very personal point of view.

For the full program and abstracts of all lectures, have a look here. For the details and the laughs you simply had to be there–sorry! But as a glimpse into the program will reveal, the diverse agenda catered to almost every field of interest: biographical notes and details on some performers and venues; books old and new and how to study them; collectors’ items; some case studies (on a gruesome illusion, a fake automaton, a famous painting, and an early trick deck from 1623), and two topics on magicians serving in wartime and political crisis.

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Shortly before the conference, Magic Christian had already announced a major surprise: the resurfacing of a fine and known Hofzinser portrait, painted by Johann Matthäus Aigner in 1846, that had been missing for almost a century. Christian had been looking for it for 25 years, mainly in museums and other collections. Then, only weeks ago, he received a phone call from a lady who offered him to acquire this huge portrait from an estate. It had in fact been hanging in a private home in Gmunden for the last 100 years! Proudly, Christian unveiled it and presented it to the participants, who were duly impressed!

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I must say I enjoyed all the talks, as diverse as they were in terms of topic, material, and presentation, but I took the most fresh knowledge and inspiration from these contributions:

Flip tracing the history of the “Decapitation Illusion”, as always with an abundance of pictures and information, and also with a word of criticism on the “trivialized” versions like “Forgetful Freddie” and the “Armcutter”. To prove his point, he successfully (non)decapitated a toy rabbit.

James and Sage Hagy with a vivid description of the magicians present (including Houdini) and their tricks at the Columbian Exposition in Chicago in 1893. They very graciously handed out free copies of a beautiful little book they had prepared along their topic.

Steffen Taut shared some amazingly enlarged pictures (look here, zoom in and marvel!) and recent scientific methods to (re)assess the paintings of Jheronimus Bosch (correctly pronounced “Boss”), and he added some interesting new hypotheses on a number of details, symbols, and meanings of “The Juggler.” He concluded that there may have been an original version of this famous painting; the one we know and admire, however, was more likely painted “only” in his workshop or by a follower, but not by Bosch himself.

Francois Bost presented some exciting new findings from his own long-standing research on Robert-Houdin‘s political mission to Algiers in 1856, including a heretofore unknown letter from RH to Colonel de Neveu (who had won him for the trip). He concluded that RH had in fact played to a selected, peaceful audience of civil servants (instead of fierce, hostile Marabouts) and that the mission had caused little impact (although it was boosted by the press and RH himself), but had probably served as an early military attempt to test psychological warfare on a people with the help of a renowned magician! (This topics tied in nicely with my own presentation on magic and warfare.)

Ron Bertolla deserves our special appreciation for introducing us to French juggler-turned-creator Alain Cabooter and his wonderful (fake) automaton, “Ioni, The Magical Gymnast” (see below). Not only did he show a truly magical video presentation of Ioni’s astonishing feats at the horizontal bar, which caused thunderous applause; he also brought the treasured figure (now defunct) with their current owners to Vienna and handed out a free booklet with the full (and unhappy) story. Wow!

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Again, I can’t help but marvel at the incredibly rich and diverse history of magic, its ingenious creators and performers, and its myriad links to other arts or historical events!

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The Venue

The EMHC Conference was held at the Hotel Stefanie, Vienna‘s oldest hotel, and their service team supplied us unobtrusively with a never-ending stream of tasty food, snacks, and drinks.

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Evening Entertainment…

…included a musical and magical dinner at Marchfelderhof on Thursday. When our bus arrived there, we were greeted and treated by the owner and his team with music and flags. Inside, the fine and fun restaurant is ridiculously but charmingly loaded with thousands of  items—lamps, musical instruments, pictures, signed photographs, figurines and what not (see below). As some collector‘s spouse suspiciously opined, the trip was probably taken to demonstrate „that other collectors put much more stuff in their rooms, see, Honey?“

The magic between courses was provided by Magic Christian, Flo Mayer and Wolfgang Moser.

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Friday evening was spent three stories down below city level in the very old Zwölf Apostelkeller, with traditional Viennese food and some fine strolling magic performed by Robert Woitsch and Raphael Macho.

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Saturday afternoon saw us walking over to Vienna‘s huge and impressive City Hall (with 1,575 rooms, as a plaque said). After a formal reception at the invitation of the Mayor and Governor of Vienna, Dr. Michael Ludwig, we were ushered into the City Council where we marveled at the splendor of the enormous flambeau above us and soon took over the green felt tables. Reinhard Müller was the first to have the cards out. Soon after, Magic Christian performed an Ace routine (with a fine Graziadei subtlety) on this parliamentary stage where, on other days, more subtle deceptive maneuvers may be executed.

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Before attacking another buffet, we were treated with a magic show of one piece each by Robert Woitsch, Mark Albert, Wolfgang Moser and Flo Mayer. With the exception of Wolfgang Moser, all featured performers over those three days hail from the Magischer Club Wien, of which Magic Christian is the President.

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What about the Future?

The conference closed on Sunday noon with an interesting talk on the future of magic collections, how to maintain them, and all owners’ responsibility to take care of their treasures and their knowledge in due time so collections neither get thrown away, nor scattered all over the world, nor disappear in obscure museums, but rather remain within the magic community and “the big river” from which the next generation of collectors may fish.

A second topic was how to get younger magic fellows interested in the old books and tricks of our art and how to facilitate their entry into the fields of history and collecting. (I might write more about these topics in a future post.)

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Next European Magic & History Conferences:

At least, the immediate future is safe and secured: The participants confirmed to have the next meeting in London in September 2021, organized by Fergus Roy, who already announced some exciting highlights, including a look into a rather unknown collection of 1 million (!) posters. The 2023 Conference is scheduled to be held in Gent, Belgium then.

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New Book Department:

November will see the publication of the coming Bible of Bookplates (please excuse the trivialized secular term, but the alliteration was too tempting) by the late Jim Alfredson and Bernhard Schmitz. About six years in the making, Bernhard and the sic! Verlag are currently putting the final touches on the book, which will present about 1,200 magic bookplates that have been identified yet! If you want your bookplate to be included also, make sure to send it to Bernhard before October 1st!

Birgit Bartl-Engelhardt and Wittus Witt will bring out a quick encore and addition to the beautiful Zauber-Bartl Chronology (in German) that was presented to the market just last week. This one will trace the story of the „Zauberkönig“ magic dealers family, to which Rosa Bartl also belonged. (Accompanying his conference presentation, Wittus also has a lovely small book out that features about 300 magic lapel pins. It comes both with an English and a German text.)

And finally, after about 40 (!) years in the making, Volker Huber and Christian Theiß have completed the long awaited Bibliography of German Magic Books until 1945, covering some 3,100 books and booklets on 700 pages. What a monumental achievement! It will most likely set the standard for decades to come. Whether a second volume covering books from 1945 til today will follow is currently unclear, as Christian said. And if so, it might well be a decade or more away. Let’s hope and see–and in the meantime, let’s be happy about and thankful for the first volume before asking for more!

All three books are available for subscription now. Do now what you have to do! 🙂

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Magic coincidence No. 1: A surprising discovery

I may have found an interesting historical magic reference in the cheap decoration of my hotel room. Look at the depiction of that old and grim Japanese warrior above: If it‘s not some sort of fly swat, he may be handling a huge magic paddle! 😉

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Magic coincidence No. 2: A spooky discovery

Taking a stroll after Peter Rawert’s enlightening presentation on books‘ provenance research (a fascinating topic I had never even thought about before), his acquisition of a copy of Reginald Scot‘s seminal work and its link to the alleged witch Ursula Kemp (whose alleged bones he almost ended up buying!), the first shop window I looked at belonged to an art gallery and presented this painting, „Witches‘ Sabbath“ by one Bonaventura Genelli!

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Magic coincidence No. 3: A weighty discovery

Noticing this statue in the heart of magic Vienna, some of us speculated it could well be our host’s very own one, with MCD meaning “Magic Christian Denkmal” (in German) or MCM meaning “Magic Christian Memorial,” erected by his grateful admirers and disciples… 😉

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Jokes aside, we can only conclude by thanking and applauding Magic Christian once more for being such a very gracious and caring host who offered us over four days a cornucopia of magic history, both from our field and from the wonderful city of Vienna!

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More Magic in Vienna:

While being there, you may also want to check out the Museum der Illusionen (Museum of Illusions; I guess you figured that one out) with its fine optical illusions.

And in line with it, there’s currently a dazzling exhibition (until 26 October, 2019) at the mumok museum, Vertigo. Op Art and a History of Deception 1520–1970.”

(Jan Isenbart)


Addendum 29.08.2019

And here’s a full review of the conference by Ian Keable of the UK, who had presented a lecture on the four magicians in Charles Dickens’s life.


 

Alles über Zauber Bartl

Zauber Bartl in Hamburg war das erste Zaubergeschäft, das ich kennenlernte und bei dem ich als Jugendlicher per Post einkaufte. Jahrelang ging fast mein gesamtes Taschengeld für Requisiten und Tricks drauf, die zumeist “komplett, jedoch ohne Tuch” geliefert wurden. (Sollte ich jemals ein Buch über mein Zauberleben schreiben, wird das Kapitel über Zauberhändler genau diese Zeile als Überschrift erhalten!)

Birgit Bartl-Engelhardt, die Enkelin von Rosa und János Bartl, hat vor über zehn Jahren damit begonnen, deren magische Geschichte zu erforschen und zu schreiben. Im August erscheint nun das über 200 Seiten starke Werk Die Bartl-Chronik Hamburg 1910-1998 im Großformat und mit diversen Beilagen im Verlag Magische Welt von Wittus Witt. (Ein wunderbarer Fernsehbeitrag über Rosa Bartl von 1968 lässt sich übrigens hier betrachten.)

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Mit dem Buch wird sicher eine wichtige Lücke in der deutschen Zaubergeschichte geschlossen. Über die im gleichen Atemzug zu nennenden Händler Carl Willmann und F.W. Conradi-Horster liegen ja bereits seit einigen Jahren Monografien vor (die ebenfalls von Verwandten verfasst wurden – von John Willmann bzw. Waldemar Horster).

Offiziell wird das Bartl-Buch am 21. August um 18 Uhr mit einer Lesung der Autorin in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky vorgestellt. Vorbestellungen sind ab sofort bei Wittus Witt zum Subskriptionspreis von 56,50 Euro plus Versand möglich. Ab August beträgt der reguläre Buchpreis dann 65,50 Euro plus Versand.

Meine Bestellung ist abgeschickt!