Flipping through Grandmother’s Necklace’s History

Beim jüngsten Treffen der Zaubersammler und -historiker der Stiftung Zauberkunst gab es eine Fülle interessanter Vorträge, oft garniert mit Trickvorführungen. So referierte Hollands Altmeister Fl!p trotz Hexenschuss ausführlich in englischer Sprache über die Geschichte und vielen Variationen von “Grandmother’s Necklace”, das sich bereits 1584 bei Reginald Scot findet. Später kam die Variante “Cords of Phantasia” (der deutsche Titel ist mir leider entfallen) von Ottokar Fischer hinzu. Auch Wittus Witt steuerte spontan auf der Bühne eine Routine bei. Ob Perlenbefreiung, Hals- oder Stuhldurchdringung – das Prinzip erweist sich in der historischen Zusammenschau als sehr vielfältig einsetzbar. Fl!p sprach aber auch die Herausforderung an, aus dem mitunter langatmigen Procedere eine flüssige, unterhaltsame Präsentation zu machen.

Hierzu kam mir gleich die schräge Routine des überhaupt schrägen britischen Kinderzauberers POZ in den Sinn, die dieser 1976 in seinem Seminarheft “POZ-itive Kid’s Magic” recht knapp unter dem Titel “Batman Trick” beschrieben hatte: Hier wird nicht der gängige Zauberstab oder Kochlöffel in die Seile gesteckt, sondern eine Dynamitstange (!), mit der zwei Übeltäter, die “Hässlichen Schwestern”, Batmans gefesselten Assistenten Robin in die Luft sprengen wollen (!!!). POZ schrieb dazu aber seinerzeit schon selbst: “Now I’m not suggesting that you could use this today, but in 1966/7 it went a bomb.”

Ich würde heute gerne mal eine Vorführung dieser Routine in einem Waldorf-Kindergarten sehen…


 

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Markige Worte

Kürzlich hatte ich die Ehre, beim “Sammlertreffen 2019” der Stiftung Zauberkunst einen Vortrag über mein Spezialgebiet “Magische Briefmarken” halten zu dürfen. So “close-up” zwischen Szene-Größen wie z.B. Magic Christian und Fl!p, Wittus Witt und Christian Knudsen, Reinhard Müller und Peter Rawert fühlt man sich schon ein bisschen wie ein Schwammball… Aber ich wurde sehr freundlich aufgenommen und habe viele neue Kontakte knüpfen können.

Mit etwas Glück entsteht bis Jahresende sogar eine kleine Publikation rund um die zauberhaften Markenmotive aus aller Welt.

Hier ein Ausschnitt einer Collage aus den 50er Jahren aus den Räumen der Stiftung Zauberkunst – mit einer Kongressmarke aus Wien (IMK 1958), die ich derzeit tatsächlich noch nicht in meiner Sammlung habe:

SK IMK