Aus meiner Sammlung: Mandra der Magier

Mandra der Zauberer_Heft 1

Wussten Sie, liebe Zaubersammlerfreunde, dass es drei Versuche gab, die U.S.-Reihe “Mandrake the Magician” von Lee Falk mit etwa 30 Jahren Verspätung auch auf dem deutschen Comic-Markt einzuführen? Und das unter dem etwas ungelenk verkürzten Namen Mandra? Hier ist Heft 1 des zweiten Anlaufs aus dem Jahr 1967 zu bewundern, das ich in meiner Sammlung habe.

Dieser Start war jedoch etwas holprig. Das in Schweden produzierte Heft wurde womöglich auch dort ins Deutsche übersetzt oder zumindest in Satz gegeben; die Titelgeschichte heißt “GEFAHREIM STADTSCHUNGEL” (genau so geschrieben). Auch in den Sprechblasen sind ein paar Buchstaben auf Abwege geraten wie sonst nur die Bösewichte. Kurios liest sich zudem die einfache Sprache von Lothar (!), dem afrikanischen “Dschungelmann” und Sidekick von Mandra. Er spricht so (“Ich nur versuchen zu beschützen Stadtpark”), wie wir es zehn Jahre später im Kino schmunzelnd von Meister Yoda in “Star Wars” hören sollten…

Enttäuschend fand ich, dass Mandra trotz seines schnieken BühBlitzGordonnen-Outfits, das er auch im Alltag trägt, gar nicht mit Zaubertricks arbeitet, sondern alle Bösewichte mal eben hypnotisiert und so zu Opfern ihrer Einbildungskraft macht. Keine Force, keine Blitzwatte und auch keine Spielkarten als Wurfgeschosse aus dem Ärmel… Schade!

Auf der hinteren Umschlagseite des Comics fand sich übrigens Werbung für eine weitere “neue Serienzeitung”, ebenfalls etwas gewollt eingedeutscht: “Blitz Gordon”.

In beiden Fällen war jedoch das Beste: das Titelbild!


 

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