Magische Reklamemarken gesucht!

Anfang des vergangenen Jahrhunderts waren Reklamemarken groß in Mode. Sie wurden von Firmen herausgegeben und bewarben alle möglichen Produkte, oftmals in Serien. Gelegentlich fanden sich auch magische Motive. Eine eigene Reklamemarke wurde beispielsweise zum Zauberbuch Der Kartenkünstler in der Westentasche veröffentlicht:

Westentasche

Wer derlei magische Reklamemarken besitzt und sich davon trennen möchte, kann mich gerne kontaktieren unter zzzauber [at] arcor.de!


 

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Schwebende Münzen etc.

Zaubersammler aufgepasst: Für Münzen und andere kleine, flache Utensilien habe ich kürzlich bei Ebay diesen “Schweberahmen” (Magic Frame) der Firma Leuchtturm entdeckt und erstanden. Es handelt sich dabei um einen einfachen, aufklappbaren Kunststoffrahmen mit hauchdünnen transparenten Membranen, die das Objekt praktisch unsichtbar festhalten und dadurch den Eindruck vermitteln, dass dieses schwebt. Es gibt die Rahmen in verschiedenen Größen. Empfehlenswert!

Hier “schwebt” meine alte Glücksmünze von Zaubermeister Kassner:

Rahmen


 

Vielfältiges Sammlerglück

“Sammler sind glückliche Menschen”, soll Goethe ja einmal gesagt haben. Aber stimmt das denn wirklich? Sind wir nicht eigentlich die meiste Zeit über unglücklich, gehetzt, frustriert, weil wir bestimmte Sammlerstücke einfach nicht finden, uns nicht leisten können oder sie uns der verdammte @$%&§! wieder einmal vor der Nase weggeschnappt hat?!

Nach einigem Nachdenken bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass wir zwar nicht automatisch glücklich sind, nur weil wir sammeln, aber dass uns das Sammeln doch regelmäßig verschiedenste Glücksmomente beschert. Hier sind sie!

Die acht Glücksmomente des Sammlers

  1. Entdecken: Du findest ein neues oder auch ein schon lange begehrtes Objekt, zum Beispiel auf einem Zauberflohmarkt oder auf einer Auktionsplattform.
  2. Erwerben: Du erwirbst das Objekt der Begierde bzw. erhältst den Zuschlag dafür.
    3 – 2 – 1 – deins!
  3. Erhalten: Du bekommst dein neues Schätzchen überreicht oder per Post zugestellt. Es ist jedes Mal ein bisschen wie Weihnachten.
  4. Einsortieren: Du reihst das neue Objekt stolz in deine Sammlung ein.
  5. Komplettieren: Besonders schön: Du komplettierst mit diesem Stück deine Sammlung oder zumindest eine bestimmte Serie!
  6. Besitzen: Du erfreust dich beim Betrachten an deinem neuen Besitz. Meins, meins, meins!
  7. Spielen: Du nimmst das edle Becherspiel oder den alten Tenyo-Trick aus dem Zauberschrank und spielst liebevoll damit herum.
  8. Zeigen, Tauschen, Fachsimpeln: Du tauschst dich unter Gleichgesinnten aus, zum Beispiel auf einem Sammlertreffen.

Könnt Ihr noch weitere Glücksmomente entdecken? Dann lasst es mich gerne wissen!

Fleck Jaks
Glückliche Menschen unter ihresgleichen: Andreas Fleckenstein und…
MüllerKart
…Reinhard Müller bei ihren Vorträgen jüngst beim Sammlertreffen 2019.

 

Markige Worte

Kürzlich hatte ich die Ehre, beim “Sammlertreffen 2019” der Stiftung Zauberkunst einen Vortrag über mein Spezialgebiet “Magische Briefmarken” halten zu dürfen. So “close-up” zwischen Szene-Größen wie z.B. Magic Christian und Fl!p, Wittus Witt und Christian Knudsen, Reinhard Müller und Peter Rawert fühlt man sich schon ein bisschen wie ein Schwammball… Aber ich wurde sehr freundlich aufgenommen und habe viele neue Kontakte knüpfen können.

Mit etwas Glück entsteht bis Jahresende sogar eine kleine Publikation rund um die zauberhaften Markenmotive aus aller Welt.

Hier ein Ausschnitt einer Collage aus den 50er Jahren aus den Räumen der Stiftung Zauberkunst – mit einer Kongressmarke aus Wien (IMK 1958), die ich derzeit tatsächlich noch nicht in meiner Sammlung habe:

SK IMK


 

Alles was man sammeln kann: Zauberbriefmarken

Houdini USA 2002

“Sammler sind glückliche Menschen”, soll Johann Wolfgang von Goethe einmal gesagt haben. Aber so richtig gilt das ja erst, wenn eine Sammlung komplettiert ist oder wenn man einen besonderen Fang gemacht hat, womöglich noch ganz unverhofft und zum Schnäppchenpreis!

Mein “glücklichstes” Sammelgebiet sind seit einigen Jahren Briefmarken mit magischen Motiven, und das aus mindestens drei Gründen:

  1. Die absolute Anzahl der Sammelobjekte ist überschaubar.
  2. Die Sammlung passt platzsparend in wenige Alben und Mappen.
  3. Die allermeisten Marken, Blöcke oder Ersttagsbriefe lassen sich mit etwas Geduld und Kreativität in den Weiten des Internet aufspüren und für Preise zwischen 1 und 20 Euro erwerben.

So sind bei mir bislang bereits über 300 Marken (inklusive doppelten und ungestempelten/gestempelten Varianten sowie Blöcken und Ersttagsbriefen) zusammengekommen.

Einige Beispiele und weitere Informationen habe ich hier zusammengestellt.


 

Wundersames aus alten Zauberkatalogen (3)

 “2635. am Doppelpranger

Der Künstler läßt sich von den Zuschauern an Händen und Füßen an einen Doppelpranger einschließen. Doch im selben Moment hat sich der Künstler bereits befreit und können die Zuschauer den Pranger stets untersuchen.
Die Wirkung des Tricks wird noch bedeutend erhöht, wenn sich der Künstler einer chinesischen Kleidung bedient. . . M. 100,-”

Aus: Zauberkatalog Bartl (um 1920), Reprint der Edition Olms (1983), S. 239


Wundersames aus alten Zauberkatalogen (2)

“229. Die Kunst sich im Moment als Neger zu verwandeln

Mit Hülfe dieser Ausrüstung ist man imstande, sich im Moment in einen Neger zu verwandeln. Betritt nun der Diener oder der Künstler in diesem Aufzuge den Salon oder die Bühne, so wird natürlich die ganze Gesellschaft in schallendes Gelächter ausbrechen.
Diese Ausrüstung läßt sich ganz klein zusammenlegen.
Komplett . . . . . M. 1,75″

Aus: Zauberkatalog Bartl (um 1920), Reprint der Edition Olms (1983), S. 44


Wundersames aus alten Zauberkatalogen (1)

“328. Die Schlange der Kleopatra

Aus einem entliehenen Zylinderhute, welcher genau untersucht wurde, holt der Künstler sofort eine Riesenschlange hervor. M. 2,50
Dieselbe ganz groß                …  3,50″

Aus: Zauberkatalog Bartl (um 1920), Reprint der Edition Olms (1983), S. 54


Alles was man sammeln kann

“Sammler sind glückliche Menschen”, steht als Goethe-Zitat auf einer Mappe, in der ich – ähem – Sammelnswertes sammle. Über diese Aussage kann man streiten; mir scheint, als seien die meisten Sammler hochgradig unzufrieden, weil frustrierter über die Stücke, die sie (noch) nicht besitzen denn erfreut über die Schätze in ihren Kisten, Kästchen und Regalen. Unstrittig ist jedoch, dass unkontrollierte Sammelwut kaum Grenzen kennt. Wohl dem, der sich in seinen Interessen einschränken bzw. fokussieren kann!

Hier sind über 120 Dinge von A bis Z, die man rund um die Zauberei sammeln kann. O.K., bei einigen musste ich tricksen, ein paar Begriffe sind auch auf Englisch aufgeführt (kursiv gesetzt) oder doppelt dabei. Wobei die Liste so oder so nicht vollständig ist, aber sie ist mal ein Anfang:

  • A wie Abzeichen, Anleitungen, Anstecker, Anstecknadeln, Aufkleber, Aufsteller,   Autogramme/Autogrammkarten und Auszeichnungen
  • B wie Bälle, Becherspiele, Bilder, Booklets, Book Plates, Briefmarken, Broschüren, Briefe und Bücher
  • C wie Chips, Close-up Unterlagen/Pads/Tricks oder Cuts
  • D wie Daumenschreiber, Daumenspitzen, Devotionalien, Dias oder DVDs
  • E wie Erdnasiana
  • F wie Fekes, Figuren, Filme oder Fotografien
  • G wie Gemälde, Geschäftsausstattung, Gimmicks oder Griffe
  • H wie Händler-Kataloge und -Rundschreiben, Himber Wallets und Houdiniana
  • I wie Illusionen, Impossible Objects und Interviews
  • J wie Joker
  • K wie Kartenspiele, Kindertricks, Kinder-…, Kongressunterlagen (Programme, Taschen, Giveaways…), Kostüme, Krawatten und Kunstwerke von/über Zauberer
  • L wie Lebensläufe oder Lecture Notes
  • M wie Manuskripte, mechanische Wunder, Medaillen oder Münzen
  • N wie Nagelschreiber
  • O wie Optische Täuschungen oder Original- …
  • P wie Päckchentricks, Pokale/Preise, Poster/Plakate, Postkarten, Produktionsgeräte, Programmhefte, Prospekte, Prototypen von Tricks, Pulls und Puzzle
  • Q wie…äh…Q-Tips berühmter Zauberer
  • R wie Rasierklingen oder Requisiten
  • S wie Selfies, Seile und Schnüre, Seminarhefte, Servanten, Schilder, Spiegelgläser, Spielkarten (einzelne), Spielkartenschachteln und Spielzeuge
  • T wie Tenyo, Topits, Tricks/Trickanleitungen, Trickkarten und -spiele, Trickschachteln, Tische und Tücher
  • U wie Unmögliche Objekte, Urkunden oder Utensilien aller Art
  • V wie Videos, Visitenkarten, VHS-Kassetten oder Volten
  • W wie Werbefiguren, Werbegeschenke oder Werbung allgemein
  • X wie XCM Moves
  • Y wie YPS-Hefte mit Zaubertricks
  • Z wie Zauberkästen und -sets, Zauberstäbe, Zeitschriften, Ziergriffe, Zirkelabzeichen oder -unterlagen, Zitate, Zeitungsartikel und Zauberer-Figuren.

Und nein: Horten ist nicht dasselbe wie Sammeln!