Alles was man sammeln kann: Zauberbriefmarken

Houdini USA 2002

“Sammler sind glückliche Menschen”, soll Johann Wolfgang von Goethe einmal gesagt haben. Aber so richtig gilt das ja erst, wenn eine Sammlung komplettiert ist oder wenn man einen besonderen Fang gemacht hat, womöglich noch ganz unverhofft und zum Schnäppchenpreis!

Mein “glücklichstes” Sammelgebiet sind seit einigen Jahren Briefmarken mit magischen Motiven, und das aus mindestens drei Gründen:

  1. Die absolute Anzahl der Sammelobjekte ist überschaubar.
  2. Die Sammlung passt platzsparend in wenige Alben und Mappen.
  3. Die allermeisten Marken, Blöcke oder Ersttagsbriefe lassen sich mit etwas Geduld und Kreativität in den Weiten des Internet aufspüren und für Preise zwischen 1 und 20 Euro erwerben.

So sind bei mir bislang bereits über 300 Marken (inklusive doppelten und ungestempelten/gestempelten Varianten sowie Blöcken und Ersttagsbriefen) zusammengekommen.

Einige Beispiele und weitere Informationen habe ich hier zusammengestellt.


 

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Wundersames aus alten Zauberkatalogen (3)

 “2635. am Doppelpranger

Der Künstler läßt sich von den Zuschauern an Händen und Füßen an einen Doppelpranger einschließen. Doch im selben Moment hat sich der Künstler bereits befreit und können die Zuschauer den Pranger stets untersuchen.
Die Wirkung des Tricks wird noch bedeutend erhöht, wenn sich der Künstler einer chinesischen Kleidung bedient. . . M. 100,-”

Aus: Zauberkatalog Bartl (um 1920), Reprint der Edition Olms (1983), S. 239


Wundersames aus alten Zauberkatalogen (2)

“229. Die Kunst sich im Moment als Neger zu verwandeln

Mit Hülfe dieser Ausrüstung ist man imstande, sich im Moment in einen Neger zu verwandeln. Betritt nun der Diener oder der Künstler in diesem Aufzuge den Salon oder die Bühne, so wird natürlich die ganze Gesellschaft in schallendes Gelächter ausbrechen.
Diese Ausrüstung läßt sich ganz klein zusammenlegen.
Komplett . . . . . M. 1,75″

Aus: Zauberkatalog Bartl (um 1920), Reprint der Edition Olms (1983), S. 44


Wundersames aus alten Zauberkatalogen (1)

“328. Die Schlange der Kleopatra

Aus einem entliehenen Zylinderhute, welcher genau untersucht wurde, holt der Künstler sofort eine Riesenschlange hervor. M. 2,50
Dieselbe ganz groß                …  3,50″

Aus: Zauberkatalog Bartl (um 1920), Reprint der Edition Olms (1983), S. 54


Alles was man sammeln kann

“Sammler sind glückliche Menschen”, steht als Goethe-Zitat auf einer Mappe, in der ich – ähem – Sammelnswertes sammle. Über diese Aussage kann man streiten; mir scheint, als seien die meisten Sammler hochgradig unzufrieden, weil frustrierter über die Stücke, die sie (noch) nicht besitzen denn erfreut über die Schätze in ihren Kisten, Kästchen und Regalen. Unstrittig ist jedoch, dass unkontrollierte Sammelwut kaum Grenzen kennt. Wohl dem, der sich in seinen Interessen einschränken bzw. fokussieren kann!

Hier sind über 120 Dinge von A bis Z, die man rund um die Zauberei sammeln kann. O.K., bei einigen musste ich tricksen, ein paar Begriffe sind auch auf Englisch aufgeführt (kursiv gesetzt) oder doppelt dabei. Wobei die Liste so oder so nicht vollständig ist, aber sie ist mal ein Anfang:

  • A wie Abzeichen, Anleitungen, Anstecker, Anstecknadeln, Aufkleber, Aufsteller,   Autogramme/Autogrammkarten und Auszeichnungen
  • B wie Bälle, Becherspiele, Bilder, Booklets, Book Plates, Briefmarken, Broschüren, Briefe und Bücher
  • C wie Chips, Close-up Unterlagen/Pads/Tricks oder Cuts
  • D wie Daumenschreiber, Daumenspitzen, Devotionalien, Dias oder DVDs
  • E wie Erdnasiana
  • F wie Fekes, Figuren, Filme oder Fotografien
  • G wie Gemälde, Geschäftsausstattung, Gimmicks oder Griffe
  • H wie Händler-Kataloge und -Rundschreiben, Himber Wallets und Houdiniana
  • I wie Illusionen, Impossible Objects und Interviews
  • J wie Joker
  • K wie Kartenspiele, Kindertricks, Kinder-…, Kongressunterlagen (Programme, Taschen, Giveaways…), Kostüme, Krawatten und Kunstwerke von/über Zauberer
  • L wie Lebensläufe oder Lecture Notes
  • M wie Manuskripte, mechanische Wunder, Medaillen oder Münzen
  • N wie Nagelschreiber
  • O wie Optische Täuschungen oder Original- …
  • P wie Päckchentricks, Pokale/Preise, Poster/Plakate, Postkarten, Produktionsgeräte, Programmhefte, Prospekte, Prototypen von Tricks, Pulls und Puzzle
  • Q wie…äh…Q-Tips berühmter Zauberer
  • R wie Rasierklingen oder Requisiten
  • S wie Selfies, Seile und Schnüre, Seminarhefte, Servanten, Schilder, Spiegelgläser, Spielkarten (einzelne), Spielkartenschachteln und Spielzeuge
  • T wie Tenyo, Topits, Tricks/Trickanleitungen, Trickkarten und -spiele, Trickschachteln, Tische und Tücher
  • U wie Unmögliche Objekte, Urkunden oder Utensilien aller Art
  • V wie Videos, Visitenkarten, VHS-Kassetten oder Volten
  • W wie Werbefiguren, Werbegeschenke oder Werbung allgemein
  • X wie XCM Moves
  • Y wie YPS-Hefte mit Zaubertricks
  • Z wie Zauberkästen und -sets, Zauberstäbe, Zeitschriften, Ziergriffe, Zirkelabzeichen oder -unterlagen, Zitate, Zeitungsartikel und Zauberer-Figuren.

Und nein: Horten ist nicht dasselbe wie Sammeln!