Die Zauber-Lage im Dezember

29.12.2021

Fulminantes Ergebnis für das Crowdfunding-Projekt von Jan Logemann & Friends: Mit über 70.000 Euro Unterstützung geht der hochwertige “Faszinarium”-Zauberkasten mit begleitendem Online-Zauberkurs nun in die Produktion. Fertigstellung soll im Mai 2022 sein. Man darf gespannt sein!

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Fertiggestellt wurde inzwischen – mit fast branchenüblicher Verspätung – der Erdnase-Film von Hans-Joachim Brucherseifer, wie kurz vor Weihnachten auf Instagram zu lesen war. Für Unterstützer des Projektes gibt es das Werk bereits jetzt als persönlichen Preview, alle anderen Interessenten müssen sich noch etwas gedulden und auf Filmfestivals und andere Präsentationsmöglichkeiten in 2022 hoffen.

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Quelle: Wittus Witt

Nach dem Erfolg des großformatigen Bild- und Lesebandes Zauberstadt Hamburg hat Wittus Witt flugs nachgelegt und nun bereits Zauberstadt München in der Produktion. Das Buch soll im Mai 2022 erscheinen und kann noch bis Jahresende 2021 zum Schnäppchenpreis von 27,50 Euro plus Versand bestellt werden, danach beträgt der Preis voraussichtlich 48,50 Euro. Einen Preview per Video gibt es hier. Als dritter und abschließender Band ist danach die Zauberstadt Berlin geplant.

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Richard Kaufman hat für 2022 die Chefredaktion von “Genii” in die Hände seines langjährigen Mitarbeiters Dustin Stinett gelegt, weil er selbst das Jahr für ein weiteres monumentales Buchprojekt nutzen will: die Vollendung einer aktualisierten Ausgabe von Greater Magic für das 21. Jahrhundert!

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Quelle: Magicana

Worauf wir uns 2022 noch freuen können, ist Steve Cohens Biografie von Max Malini, an der er schon länger arbeitet. Ein Auszug daraus erschien bereits im März 2021 in der Ausgabe 196 des Zauberjournals “Magicol”, das ja seit einigen Jahren von David Ben unter dem Dach der Magicana-Organisation betreut wird.

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Apropos Magicana: Dort ist schon länger angekündigt, die epochale Serie “A Rich Cabinet of Magical Curiosities” von Dr. Edwin “Eddie” Dawes als Buchreihe herauszugeben. Die Folgen erschienen seit 1972 regelmäßig im “Magic Circular”, dem Magazin des britischen Magic Circle, und umfassen mittlerweile unglaubliche 500 Artikel zur Zauberhistorie! Für das Set The Rich Cabinet Collection sollen alle Artikel zudem aktualisiert, erweitert und bebildert werden – da darf es dann natürlich auch mal etwas länger dauern!

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Und apropos Lebenswerk: Zu einem anderen überaus produktiven Briten gibt es auch Neues zu berichten: The Complete Walton von Roy Walton liegt jetzt in einer Neuausgabe von Davenports in drei Bänden vor. Band 3 enthält auch bisher unveröffentlichte Routinen des großen Kartenkünstlers und Trickerfinders (gesehen bei Kellerhof).

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Etwas unter meinem Radar geflogen ist bis jetzt ein weiteres, überaus nützliches Buch, dem ebenfalls eine gewaltige Fleißarbeit zugrunde liegt: Successful Secret Searching von Bob Loomis. Es handelt sich dabei um einen hervorragend strukturierten Literaturführer, wenn man auf der Suche nach Quellen zu bestimmten Kunststücken, Hilfsmitteln oder anderen Zauberthemen ist. Der Fokus liegt natürlich auf der angloamerikanischen Fachliteratur. Das großformatige Buch ist im März 2021 als Paperback erschienen und kostet bei Amazon gerade mal 15 Euro. Empfehlenswert!

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Wer sich jemals näher mit theoretischen Aspekten der Zauberkunst beschäftigt hat, weiß sehr wohl, dass dies keine nutzlose akademische Fingerübung ist, sondern äußerst praxisrelevant. Michael Close hat genau zu diesem Thema ein neues Online-Seminar produziert: “How Magic Theory Can Improve Your Performances”. Die Lehreinheit kann beliebig oft per Stream angeschaut werden und kostet 12,95 Dollar.

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Apropos Praxis: Ich bin gar nicht so unzufrieden mit meinen falschen Zauber-Morgan-Dollars. Ich mag Größe, Gewicht und Grip, und auch der Klang ist noch ganz in Ordnung. Anders ist indes die dazugehörige Shell zu bewerten. Nicht nur wurde sie schnell etwas “eierig”; nach wenigen Wochen verließ sie auch schon ihr oberflächlicher Silberglanz, so dass sie nun etwas arg auffällig zwischen den regulären Münzen blinkt… Liegt darin vielleicht eine Idee für ein neues Routinen-Finale: Silberdollar zu Golddollar?!

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Grundsätzlich ist es ja immer zu begrüßen, wenn die Zauberkunst mit der Zeit geht und auch jenseits von Glimmerfolie-Kästen der 70er Jahre und launigen Vorträgen von Altmeister Conradi-Horster etwas zu bieten hat; manchmal schießen die Bemühungen um höchste Aktualität aber vielleicht auch ein wenig über’s Ziel hinaus. So gibt es aktuell zum kontroversen weltweiten Netflix-Serienhit “Squid Game” bereits das “Squid Cards ESP-Karten Set” für Mentalisten zu kaufen sowie Schwammbälle in Cannabis-Form (!), die sich flugs in Joints (!!) verwandeln lassen… Yo, Peace, Brüder! (Beides gesehen bei Tesmar Zauberartikel.)

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So oder so: 2022 kann kommen – und in vielerlei Hinsicht ja nur besser werden als 2020/21. Ich freue mich darauf!

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