Zaubern mit Corona?!

Corona Spongeballs3

Die Frage mag manchen absurd, anderen geschmacklos vorkommen; aber jeder neue Trend oder Hype aus Medien und Gesellschaft, ob positiv oder negativ (wie eindeutig hier!), bietet dem zeitgemäßen Zauberer auch relevantes Vortragsfutter, ob ernsthaft vorgetragen oder eher augenzwinkernd.

Wie könnte man also die aktuelle Not und Ausnahmesituation zur Zauber-Tugend machen und dadurch vielleicht ein kleines bisschen erträglicher gestalten? (Humor darf schließlich ansteckend sein!) Hier sind fünf Ideen – natürlich nicht unbedingt zur zeitnahen Umsetzung (Wer will jetzt Zauberer sehen? Und wer wollte oder sollte jetzt unbedingt fremde Schwammbälle oder Karten anfassen?), sondern für die hoffentlich bald kommende Zeit “danach”:

  1. Das Bild oben deutet es schon an: Schwammbälle als Corona-Viren, die plötzlich erscheinen, wild von Hand zu Hand wandern, sich verdoppeln und am Ende explosionsartig (Tom Stone!) vermehren, wenn wir nicht sehr gut aufpassen…
  2. Die eher klassische Variante: Der Chicagoer Billardball-Trick wird zum Mailänder Corona-Fiasko… Tragisch! Als positive Note einfach nach und die Viren-Bälle wieder verschwinden lassen und die Gefahr bannen. Darauf dann einen guten Espresso!
  3. Endlich mal ein sinnvoller Einsatz für den vor sich hin staubenden Kellentrick: Ein einfaches Holzstäbchen wird so wahlweise zum Rachentester oder Fieberthermometer. Am Ende verschwindet die Bedrohung natürlich so schnell wieder, wie sie gekommen ist!
  4. Großes Revival für das Svengali-Spiel: Ein “frei gewählter” Kartenvirus verbreitet sich rasant von Stapel zu Stapel, bis er das ganze Volk infiziert hat… Zum Glück verschwindet auch hier der Spuk schnell wieder, und die Gesellschaft lebt so bunt und divers weiter wie zuvor…
  5. Ähnlich gelagert, aber noch überzeugender und dramatischer zu präsentieren: Der Wild Card-Effekt hat endlich einen sinnvollen Plot (okay, den zweiten nach Tommy Wonder) gefunden! Der Virus ist nämlich so gefährlich, dass er blitzartig eine Karte nach der anderen “erwischt”… Zarte Gemüter drehen die Story natürlich um und bringen wahlweise einen Joker wie Jens Spahn, Meister Proper oder Jedi-Meister Yoda ins Spiel, um eine Gruppe Viren nach und nach zu deaktivieren! – Wer gerade kein Wild Card-Set parat hat, nimmt einfach vier oder fünf Karten und verwandelt diese nacheinander (per DL und Elmsley) in die “Virenträger-Karte” und zurück.
  6. Bonus-Idee: Jetzt günstig ein paar Corona-Biere kaufen und mit den Kronkorken eine Matrix-Routine als Viren-Wanderung inszenieren oder den Virus ohne Umschweife per Spellbound Change oder à la Karate Coin unschädlich machen. Eine flotte Umsetzung (“How to Kill Corona in 3 Seconds!”) könnte in den sozialen Medien schnell viral gehen – und das wäre ja mal eine erwünschte Massenverbreitung. Prost!

Corona Caps


Addendum:

Nick Lewin, Profizauberer und Kolumnist beim “Vanish Magic Magazine”, hat auch gerade einige Tipps zum Zaubern in der Corona-Krise veröffentlicht. Lesenswert!


 

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