Welcome / Willkommen !

Hello, fellow majishuns,

and willkommen inside our very personal change bag

full of 1,000 things magical!

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By establishing this English and German blog called ZZZAUBER (meaning MMMagic) we have set ourselves on a multi-purpose magic mission to entertain and enlighten you:

  • to advance the art of magic by sharing valuable insights, fresh ideas, great magic and pieces of art related to conjuring and deception and by connecting the past, present and future
    (Hint: This is signified by our minimalistic, homemade logo, <<>>>)
  • to poke some good-natured fun at magic’s top brass and everything that may be wrong with amateur majishuns and the majic community today (at least according to our own questionable standards)
  • to share some pieces of interest from magic’s vast history and from our own collection, like magic postage stamps, magic programs, magic in advertising, etc. (more to follow)
  • to showcase, and sometimes show-off, some of our own meager attempts in the arts, be they in written form or even rhymed, drawn or painted, photographed or photoshopped.
    (Note: Please respect the copyright on all our original materials, even the cheap, risqué and shallow ones. Thank you!)

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Since this site is all about the friendly art of deception, you will encounter the occasional trick or misdirection being played on you. We hope you have some fun exploring these little hints and secrets.

Just scroll down endlessly on this main page to get all the latest magic news and tidbits! For special interests, like MAGIC & ART, POSTAGE STAMPS or INTERVIEWS, you may find the main chapters helpful. Just click them in the bar above.

As for your comments and opinions, frankly, we don’t care much. This is a blog, after all, and not another forum. And since most of our musings are purely based on personal opinions, tastes and observations, what would be the point in telling us your dissenting views and start quarreling here?

We deeply appreciate your occasional visit, read, link, nod or smile, though.

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P.S. This blog is not apt for beginners in magic. You may find the link section helpful, but then move on, please. The same goes for secret-seeking dumbwits. Thank you!


Die Zauber-Lage am Sonntag

24.10.2021

Simsalabim, was für eine Festwoche steht uns zauberhistorisch Interessierten evor!

  • Am Dienstag erscheint, wie bereits berichtet, endlich David Copperfields Buch History of Magic.
  • Am Donnerstag und Freitag versammeln sich auf Einladung von Wittus Witt ca. 30 Zauberfreunde zum 29. Zauberhistoriker-Treffen in Hamburg. Den letzten Stand des Programmes gibt es hier, es sind auch noch ein paar Plätze frei. Ich freue mich schon darauf und darf auch einen Vortrag beisteuern.
  • Ebenfalls in dieser Woche stehen in den USA die angekündigten ersten Auktionen der beiden gewaltigen Sammlungen von Ken Klosterman und Ricky Jay auf dem Programm. Wie Nikolaas Martens so treffend dazu auf Instragram bemerkte: “Collection or obsession, a thin line indeed.”

In diesem aktuellen Video führt Gabe Fajuri von Potter&Potter Auctions durch Klostermans wunderbaren unterirdischen “Salon de Magie”, der nun selbst wohl bald ein abgeschlossenes Kapitel Zaubergeschichte sein wird:

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Vanish Magazine hat im Oktober ein kostenloses Sonderheft herausgegeben, das Mike Caveney gewidmet ist. Es kann hier heruntergeladen werden. Von Caveney ist in diesem Jahr ein dickes Buch zur Geschichte der “Zersägten Jungfrau” erschienen: One Hundred Years of Sawing: The Astonishing History of Magic’s Most Iconic Illusion.

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Ab dieser Woche sind die Ehrlich Brothers wieder auf großer Tournee. Bis Juli 2022 stehen insgesamt 91 Termine ihrer “Dream & Fly”-Show in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf dem Programm. Zum Auftakt gastieren sie in der Olympiahalle München.

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Auch Hans Klok wird im neuen Jahr nach vier Jahren Pause wieder auf deutschen Bühnen zu sehen sein. Im März und April 2022 spielt er an 25 Terminen seine neue Show “Live from Las Vegas”. Auftakt ist am 11. März im Capitol Theater in Düsseldorf.

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Moritz Müller hat mit Ransom Notes sein erstes Buch vorgelegt. Es war jedoch nur in kleiner Auflage bei seinen jüngsten Seminaren erhältlich und ist inzwischen vergriffen. Eine englische Ausgabe ist jedoch in Vorbereitung.

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“Öffentlicher Trickverrat der Hofzinsers!” könnte man diese kuriose Randnotiz zu diesem Programmzettel des Salon Hofzinser aus der Sammlung von Ricky Jay sensationsheischend überschreiben: Nicht nur wird hier die Routine “Warnung vor dem Hasardspiele” als potenzielle Zugabe angekündigt, die “nur auf vielseitiges Verlangen” gezeigt wird; es wird sogar verraten, wie dieses Wunder gelingt, nämlich “mit Anwendung der unsichtbaren Volte”!

Nun kennen wir ja alle Zauberer, die sich mit abenteuerlich erworbenen Titeln und Ehrungen schmücken oder alte Bühnenbilder, die eher an eine Leistungsschau der metallverarbeitenden Industrie erinnern – aber eine Werbung mit unsichtbaren Griffen oder Hilfsmitteln scheint mir doch eine historische Premiere zu sein. Gut, dass sie sich nicht durchgesetzt hat, oder hätte eine Ankündigung von David Copperfields “Flying”-Illusion mit dem Hinweis “unter Anwendung einer für Sie unsichtbaren Haltemechanik” tatsächlich noch mehr Eindruck gemacht?!

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Die Zauber-Lage am Sonntag

17.10.2021

Magic Maxl bleibt ein Nachwuchs-Phänomen: Als bisher jüngstem Teilnehmer ist es ihm gelungen, Penn&Teller in ihrer TV-Sendung “Fool Us” zu täuschen und die begehrte F.U.-Trophäe entgegenzunehmen. Maxl überzeugte auch schauspielerisch mit einer originellen Routine rund um ein widerspenstiges Ei. Hier gibt es den Auftritt bei YouTube zu sehen:

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Gute Nachrichten von der Stiftung Zauberkunst: Ihr künftiges Zentrum der Zauberkunst soll in etwa drei Jahren in der Burg Kakesbeck, einer der ältesten Wasserburgen des Münsterlandes, eine neue und permanente Heimat finden. Nach dem nun erfolgten grundsätzlichen Beschluss zur Zusammenarbeit mit der Stiftung der Burg ist aber noch jede Menge Arbeit vonnöten, von der Bauplanung bis zur geplanten späteren Nutzung. Auch Sponsoren und Förderer sollen noch gewonnen werden. Nähere Details dazu gibt es hier.

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Chris Wasshuber, Gründer und Betreiber von Lybrary.com, hat gerade seinen 1.000sten Newsletter herausgegeben. Die erste Ausgabe erschien am 23. Mai 2000. Heute erreicht der wöchentliche Newsletter im schlichten Nur-Text-Format an die 13.000 Abonnenten. “Jede Woche frage ich mich, ob ich noch einen Newsletter in mir habe. Und dann schreibe ich doch noch einen…”, sagt Chris. Herzlichen Glückwunsch zu dieser eindrucksvollen Leistung und auf 1.000 weitere lesenswerte Ausgaben!

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Band 1 der Punx-Biografie von Ulrich Rausch ist nun auch als E-Buch erhältlich. Das Punx-Projekt umfasst als PDF 181 Seiten und kostet bei Lybrary.com 20 Dollar.

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Trauer um Michael Holderried: Der Zauberkünstler, langjährige Theater-Betreiber und Kalanag-Sammler ist im Alter von nur 63 Jahren in Schweden verstorben, wie u.a. die Stuttgarter Zeitung berichtete. Was nun aus seiner Sammlung und dem geplanten Kalanag-Museum in Murrhardt wird, ist derzeit unklar.

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Zum neuen Buch How Magicians Think von Joshua Jay gibt es begleitend auch eine gleichnamige Podcast-Reihe. Sie kann über Spotify, Apple und andere Plattformen angehört werden.

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Altmeister Michael Close hat ein neues E-Buch veröffentlicht: Mastering the Double Lift widmet sich ausführlich in Text, Bild und Video dieser nur vermeintlich einfachen Technik und liefert noch gleich vier Routinen dazu. Das Werk kostet 24,95 Dollar und kann direkt in Michaels Shop erworben und heruntergeladen werden.

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Nicht vergessen: In rund zwei Monaten ist Weihnachten! Doch Fans von Harry Potter und Nachwuchs-Zauberer in Großbritannien müssen ganz tapfer sein, denn durch die unterbrochenen Lieferketten drohen gerade im Spielzeughandel leere Regale und lange Bestellzeiten zum Fest. Und verfügbare Artikel wie Harry-Potter-Zauberstäbe könnten statt 20 plötzlich 35 bis 40 brit. Pfund kosten, berichtet n-tv.de.

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Die Zauber-Lage am Sonntag

10.10.2021

Der 52 Freunde Stand-Up Kongress von Jan Logemann und Freunden geht heute in die letzte Runde. Um 15:30 Uhr steht ein Seminar mit Jeff McBride an. Die Eröffnungsgala am Freitag wurde kurzfristig großzügig über diverse Mail-Verteiler kostenlos angeboten und kann derzeit noch hier angesehen werden – eine tolle Geste!

Quelle: Jan Logemann/YouTube

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Wittus Witt hat alle Sammlerfreunde darauf aufmerksam gemacht, dass in der bald anstehenden ersten Auktion der Sammlung von Ken Klosterman auch Punx‘ eigener Zauberkasten mit vielen Originalrequisiten unter den Hammer kommt. Der Schätzpreis beträgt 1.000 bis 2.000 Dollar. Wäre es nicht schön, wenn dieses Objekt des bedeutenden Zauberers und Mentalmagiers wieder nach Deutschland gelangen würde?!

Quelle: Potter&Potter

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Ein anderer ganz Großer der Zauberszene wird nun endlich in einer Monografie gewürdigt: Fred Kaps (1926-1980). Das Buch Fred Kaps, Master Magician von Michel van Zeist erschien bereits vor einigen Jahren auf holländisch, nun soll es in drei Wochen in englischer Sprache vorliegen. Es kostet 69,95 Euro plus Porto und kann hier bestellt werden.

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Nicht nur die Stiftung Zauberkunst ist auf Instagram aktiv, sondern u.a. auch das Maison de la Magie Robert-Houdin in Blois, Frankreich. Zuletzt hat es diesen wunderbaren Cartoon veröffentlicht, leider ohne nähere Quellenangabe:

Quelle: Maison de la Magie

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Apropos französische Zauberszene: “Aladin”-Macher Hanno Rhomberg hat kürzlich magische Sehenswürdigkeiten bei unseren Nachbarn besucht und berichtet darüber in einer dreiteiligen Serie in seinem Blog. Lesenswert!

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Die Zauber-Lage am Sonntag

03.10.2021

“Das Supertalent” ist gestern bei RTL in die 15. Staffel gestartet. Zum Auftakt erschienen die Ehrlich Brothers, die wieder in der Jury sitzen, in einem riesigen Handy, dessen Glas sie effektvoll “von innen” zerschmetterten. Aufgetreten sind u.a. Zauberer Yannick und Mentalmagier Marco, die es direkt ins Halbfinale schafften. Eine Übersicht des Geschehens gibt es hier zum Nachlesen. Die ganze Sendung kann bei TVNow abgerufen werden.

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Von Joshua Jay ist diese Woche ein neues Zauberbuch für die Öffentlichkeit erschienen: How Magicians Think: Misdirection, Deception, and Why Magic Matters. Er beantwortet darin auf über 300 Seiten zahlreiche Fragen, die ihm immer wieder von Laien gestellt werden, aus seiner Perspektive und schlägt dabei einen breiten Bogen von historischen Anekdoten und Porträts seiner Idole über Denk- und Arbeitsweisen von Zauberkünstlern bis hin zur heutigen Zauber- und Sammlerszene. Tricks und Illusionen werden nur einige wenige verraten, und diese mit Begründung bzw. Erlaubnis.

Einige Kapitel dürften auch für Zauberfreunde sehr interessant sein, etwa wenn Jay von Besuchen bei Juan Tamaríz oder den Privatsammlungen von David Copperfield und Ken Klosterman berichtet (und von letzterem eine interessante Großtäuschung andeutet). Das Buch kostet fest gebunden 20 Euro, die Kindle-Ausgabe gerade mal 12,70 Euro.

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Zur Meldung der letzten Woche über die anstehende Versteigerung von Schätzen des verstorbenen Ricky Jay bei Sotheby’s sei ergänzend angemerkt, dass es sich bei den über 600 Loten nur um einen Teil seiner riesigen Sammlung handelt. Weitere Auktionen dürften also in der Zukunft folgen.

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Der immer lesenswerte historische Blog “Magic at War” widmet seine beiden jüngsten Beiträge der Zeit von Punx als Kriegsgefangener in Wales und den Erfahrungen britischer Zauberer mit den deutschen V-1- und V-2-Waffen.

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Mark Lewis hat ein neues Buch angekündigt. Noch im Oktober soll The Royal Road to Stage Hypnotism erschienen. Zuletzt hatte er für sein Werk The Annotated Royal Road to Card Magic viel Lob erfahren.

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Info für Sammler: Bei den letzte Woche erwähnten neuen Tenyo-Veröffentlichungen für 2022 handelt es sich um die folgenden Kunststücke: T-298 Wild Shock / T-299 Phone Appetít / T-300 Blink Bank / T-301 Flash Cube / T-302 Future Photo. Der Enthusiasmus über diese Kreationen hält sich bislang im Tenyo Magic Forum milde gesagt ziemlich in Grenzen.

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In Borettis wöchentlichem Newsletter Nr. 901 ist diese Woche ein kleiner Beitrag von mir erschienen. Dieser knüpft an an einen Bericht von Joshua Endreß zwei Wochen vorher (in Nr. 899), der aufgrund einiger Ereignisse bei einem jüngsten Zauberkongress kritische Gedanken über Geschmacks- und Haltungsfragen heutiger Zauberer geäußert hatte. Ich schrieb Boretti dazu:

Die sehr unterschiedlichen genannten Beispiele unterstreichen für mich die ganze denkbare Bandbreite von “Überempfindlichkeit” bis “Das geht ja gar nicht!”. Mindestens drei Dinge scheinen mir dabei wichtig. Erstens ist die Kunst – ebenso wie die Satire – grundsätzlich frei. Kunst muss nichts, darf alles und muss auch alles dürfen. (Dass dabei nicht jede Satire für jedermann lustig ist und nicht jeder selbsternannte “Künstler” automatisch Kunst produziert, versteht sich von selbst.) Eine Zensur findet nicht statt. Insofern gibt es innerhalb der Verfassung und der geltenden Gesetze auch gar keinen Platz und keine Berechtigung für eine allgemeine Geschmackspolizei. Wer wollte auch deren allgemeingültige Kriterien definieren und justiziabel machen?! Auch das früher mal beliebte Argumentieren mit dem “gesunden Volksempfinden” dürfte in so diversen Zeiten wie heute gefährlich und nicht immer mehrheitsfähig sein.

Zweitens kommt es meines Erachtens fast immer auf den konkreten Kontext an. Den Gag mit dem erhobenen Arm könnte ich mir in einer Farce mit dem Titel “Wie mein Opa den Führer mit einem Kartentrick verblüffte” tatsächlich gut vorstellen; als Schenkelklopfer am bierselig deutschtümelnden Stammtisch oder gar als gedankenlos abgespulten Spruch bei einem Fest der jüdischen Gemeinde wird ihn hoffentlich niemals ein Zauberfreund anbringen, der noch alle seine Sinne beieinander hat.

Das bedeutet für mich drittens, dass alle Künstler gut beraten sind, ihr Repertoire (übrigens nicht nur Vortrag und Gags, sondern auch Kleidung, Requisiten und Kunststücke) regelmäßig selbstkritisch zu prüfen und bei Bedarf zu entstauben, sich rechtzeitig Gedanken über den nächsten Auftrittsort und das konkrete Publikum (Kontext!) zu machen und außerdem genau zu registrieren, wie dieses auf bestimmte Teile der Darbietung reagiert. Mehr Sensibilität, wie von Joshua Endreß angeregt, kann auf jeden Fall helfen, manche Gedankenlosigkeit, geschmackliche Entgleisung oder aus der Zeit gefallene Pointe im dunklen Topit der Geschichte verschwinden zu lassen.

Kurioserweise gilt dies m.E. auch für den im letzten Newsletter angebotenen “Kartensteiger Chinamann“,* an dessen Produktion zufällig niemand anders als Joshua Endreß beteiligt war. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses stereotyp gestaltete Bild heute zumindest in den USA weithin von Zauberern und Publikum gleichermaßen als inakzeptabel bewertet würde – Opfer politischer Überkorrektheit oder auch ein “Das geht ja gar nicht mehr”-Kandidat?! Und inwieweit gilt das auch schon für Deutschland? Auch darüber darf diskutiert werden…

* Der Trick wurde inzwischen erfreulicherweise zumindest umbenannt und heißt nun “Fu-Man-Hut”.

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Die Zauber-Lage am Sonntag

26.09.2021

Zu den angekündigten Auktionen der gewaltigen Sammlungen von Ken Klosterman und Ricky Jay gibt es nun nähere Informationen. Bei Potter&Potter ist der Katalog zu Klostermans Kostbarkeiten (Teil 1) jetzt online. Die Anschlagzettel, Bücher und Plakate von Jay hingegen sind alle einzeln bei Sotheby’s gelistet. Unter den mehr als 630 Loten, die einen Millionenbetrag einbringen dürften, befinden sich auch einige Stücke in deutscher Sprache, etwa Programmzettel von Bosco und Hofzinser sowie Houdinis berühmtes Plakat mit der “Ehrenerklärung”. Zur Versteigerung kommen auch fast 40 (!) Werke von und zu Matthias Buchinger, dem “kleinen Mann von Nürnberg”, dem Jay ja auch ein eigenes Buch gewidmet hat.

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Man darf es getrost als Sensation bezeichnen, aber zugleich auch als “Ankommen in der Wirklichkeit” begrüßen: Der altehrwürdige Magic Circle in London hat nach internen Querelen einen neuen Präsidenten gewählt – und dieser ist tatsächlich weiblich, 28 Jahre jung und heißt Megan Swann. Auch das Amt des Vizepräsidenten besetzt mit Katherine Rhodes nun eine Frau. Bis 1991 war Frauen noch nicht einmal eine Mitgliedschaft im Magic Circle möglich. Kurios: In der Aufregung nennt die Meldung auf der vereinseigenen Webseite nicht mal ihren Vornamen…

Da ging es doch fast unter, dass kürzlich auch – in digitaler Zeremonie – die jährlichen Magic Circle Awards verliehen wurden.

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Die Science of Magic Association (SOMA) lädt heute zu einem weiteren kostenlosen Webinar in der Reihe “Conversations on Science Magic and Society”. Diesmal lautet das Thema “Magic & Creativity”. Beginn ist um 2 Uhr EST, es wird aber auch im Nachgang eine Aufzeichnung der Diskussion bereitgestellt. Nähere Informationen gibt es hier.

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Wie Richard Kaufman vermeldet, hat Tenyo erst gestern ein YouTube-Video mit den kommenden Tricks hochgeladen:

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Boretti hat diese Woche die 900. Ausgabe seines “Wortes zum Sonntag” herausgegeben. Der Newsletter mit Nachrichten, Links, Angeboten und mitunter kontroversen Diskussionsthemen erscheint seit 2002 beinahe jede Woche. Herzlichen Glückwunsch zu dieser eindrucksvollen Leistung!

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Bei Chris Wasshubers Lybrary.com sind die Genii-Jahrgänge von 1936 bis 2012 nun auch einzeln in digitaler Form käuflich zu erwerben. Der Preis beträgt jeweils 25 Dollar.

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Christian Knudsen hat jetzt für seinen Online-Zauberhandel auch eine englischsprachige Webseite aufgesetzt. Sie ist erreichbar unter Heartblood Magic.

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Nicht ganz neu, aber dieser “zauberhafte” Werbespot für Airwaves Kaugummi wurde mir zumindest vor ein paar Tagen zum ersten Mal bei YouTube eingespielt.

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Die Zauber-Lage am Sonntag

19.09.2021

Nachdem Andreas Fleckenstein mit Blick auf die anhaltenden Corona-Bestimmungen das nächste Treffen der Zauberhistoriker in Frankfurt nun doch noch einmal auf 2022 verschieben musste, springt nun kurzfristig Wittus Witt ein und lädt für den 28. und 29. Oktober nach Hamburg. Jörg Borrmann stellt dafür zwei Tage lang sein “Wunderkontor” kostenlos zur Verfügung. Toll!

Alle weiteren Infos gibt es hier.

Dann also auf nach Hamburg!

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Multitalent Jan Logemann überrascht weiter mit spannenden Projekten. Nicht nur steht in Kürze der 52 Freunde Stand-Up Kongress an, er bastelt derzeit zudem an “Logemanns Faszinarium”, einer neuartigen Kombination aus Zauberkasten und Zauberschule. Das Projekt soll über Crowdfunding realisiert werden.

Auf der eigens eingerichteten Webseite heißt es dazu:

“Das Faszinarium entsteht in Hamburg in Zusammenarbeit mit vielen kreativen Köpfen. Neben acht Meistermagiern als Dozenten arbeitet ein 10-köpfiges Team an der Struktur des Faszinariums. (…) Das Ziel: Ein umfassendes Studium des Staunens ins Leben zu rufen, Zauberkunst in den Alltag zu bringen und den Austausch zu fördern. Dabei sollen auch Fortgeschrittene noch bereichert werden und von dem Gemeinschaftsgedanken profitieren. Im Mittelpunkt steht der Austausch über Techniken, Kunststücke und Konzepte in Theorie und Praxis. All das anhand von unzähligen Routinen aus Meisterhand, die im Detail analysiert und besprochen werden.”

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Der lange erwartete Film “Looking for Erdnase” von Hans-Joachim Brucherseifer soll nun laut Ankündigung auf Instagram bis Jahresende fertiggestellt werden.

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Volkmar Karsten, Betreiber der informativen Webseite Der Zauberzwerg, hat ein weiteres Fachbuch geschrieben. Die Familien-Zaubershow – Das Programm für alle Generationen widmet sich auf 150 Seiten den spezifischen Anforderungen und Möglichkeiten von Shows, die sich gleichermaßen an Kinder und Erwachsene richten. Das Buch erscheint als Band 9 von Karstens „Schriftenreihe zur Zauberkunst für Kinder“ und kostet 25 Euro.

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Theo Böhm von der Magic Factory gibt seit einigen Wochen in seinem Newsletter regelmäßig kurze Hintergrundinformationen zu den heutigen Herausforderungen der Produktion von Zauberartikeln. So erfährt man beispielsweise, warum Klappblumen kosten, was sie kosten, und warum ein Händler mal nicht eben selbst Daumenspitzen produzieren kann. Lesenswert!

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Richard Wiseman und seine Mitstreiter haben soeben die vierte Ausgabe ihres wunderbaren Magazins Hocus Pocus vorgelegt. Auf 28 Seiten im Comicstil geht es diesmal unterhaltsam und lehrreich um die Welt der Vorhersagen. Deutsche Leser können sich auf ein Wiedersehen mit dem “O(k)rakel” Krake Paul freuen. Die Ausgabe kann gegen einen moderaten Obolus hier heruntergeladen werden.

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Zu guter Letzt: Im stets lesenswerten Newsletter von Michael Close bin ich auf diesen wunderbaren Videoclip gestoßen: Die Magie von Streichhölzern und Stop-Motion-Technik, kreativ gestaltet und großartig inszeniert von Tomohiro Okazaki. Viel Spaß damit!

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Die Zauber-Lage am Sonntag

12.09.2021

Festwochen für Zaubersammler und -historiker

Nach einer schöpferischen (Sommer-)Pause und einem anderen, nun abgeschlossenen Zauberprojekt melde ich mich zurück. – Die kommenden Wochen und Monate stehen ganz im Zeichen der Zauberhistorie, mit spannenden Buchveröffentlichungen und Veranstaltungen!

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Ricky Jay steht posthum gleich zweimal im Mittelpunkt unseres Interesses. Da wäre zunächst einmal die gerade vom Conjuring Arts Research Center (CARC) angekündigte Herausgabe eines Prachtbandes mit dem Titel Exemplars from the Ricky Jay Collection. Auf 350 Seiten zeigen hunderte Fotos ausgewählte Stücke aus Jays Sammlung. Zudem gibt es Beiträge von David Mamet und Steve Martin. Das Werk soll ab Mitte Oktober in den Versand gehen, der Preis plus Versand beträgt 139 Dollar in den USA und 185 Dollar für den Rest der Welt.

Quelle: CARC

Außerdem kommt die geradezu legendäre Zaubersammlung von Jay am 27. und 28. Oktober 2021 bei Sotheby’s in New York unter den Hammer, darunter über 460 Drucke. Ein Online-Katalog soll demnächst zur Verfügung stehen.

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Um 28 bahnbrechende Zauberkünstler und bedeutende Artefakte aus der Sammlung von David Copperfield geht es in der ebenfalls angekündigten Buchveröffentlichung David Copperfield’s History of Magic (Mitarbeit: Richard Wiseman, David Britland, Homer Liwag). Das Werk erscheint am 26. Oktober bei Simon&Schuster und kann bereits bei Amazon und Barnes&Noble vorbestellt werden. Ärgerlich für Sammler und Interessenten außerhalb der USA: Signierte Exemplare und eine Barnes&Noble-Sonderausgabe mit einem Zusatzkapitel über Orson Welles können offenbar nur innerhalb der USA geordert werden.

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Magic Christian informiert im Namen des Magischen Klub Wien über die bevorstehende Gründung eines Europäischen Instituts für Geschichte der Zauberkunst. Die Gründungssitzung soll am 2. Oktober in Wien stattfinden. Interessenten sind herzlich dazu eingeladen. “Der Sinn des Instituts erstreckt sich in der Beschäftigung mit Sammlungen, der Erforschung der Geschichte der Zauberkunst und die Möglichkeit mit universitären Einrichtungen und Bibliotheken enger zusammenzuarbeiten”, schreibt Magic Christian. “Außerdem sollen die Bestrebungen, Zauberkunst als Kunstform wie Musik, Gesang und Schauspielerei und nicht als Gewerbe (siehe Finanz in Österreich) in der Öffentlichkeit und Politik zu etablieren, zügig vorangetrieben werden.”

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Vom 28. bis 31. Oktober soll nun das 2020 coronabedingt ausgefallene 29. Sammler- und Chronistentreffen in Frankfurt über die Bühne gehen, wie Andreas Fleckenstein im Sommer mitteilte.

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Die Stiftung Zauberkunst schließlich lädt Mitglieder und Interessenten am 20. November zu einem Arbeitstreffen über aktuelle und künftige Projekte der Stiftung ein.

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Die Zauber-Lage am Sonntag

18.07.2021

Ludwig Hanemann war unter seinem Künstlernamen Punx vor und nach dem Zweiten Weltkrieg ein bedeutender Zauberkünstler, der stilbildend wirkte und insbesondere in der geschichtenerzählenden Zauberkunst und der Mentalmagie sowie als Autor Großes geleistet hat. 1950 schaffte er es sogar auf die Titelseite des “Spiegel”. Er starb 1996. Nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit dem Leben und Werk von Punx veröffentlicht dieser Tage nun Ulrich Rausch Das Punx-Projekt, Band 1. Weitere Bände sind entsprechend angekündigt.

Das Buch erscheint als Softcover im Format DIN A5 mit 160 Seiten und kostet 25 EUR. Es ist im Fachhandel oder direkt beim Autor zu beziehen.

Wie Hanemann seinen Künstlernamen Punx fand, habe ich übrigens einmal hier beschrieben.

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Wie Zaubersammler und -historiker Bill Kalush vom Conjuring Arts Research Center kürzlich auf der CARC-Webseite schrieb, gibt es einen neuen Kandidaten für das älteste bekannte Buch, das Kartentricks enthält. Es handelt sich dabei um den Titel Spechio del mercatāte al. s. el signor Zan da Marino, Giouabattista Verini Fioretino libro de abacho, & gioco di memoria aus dem Jahr 1542. Das Buch war schon länger als Referenz bekannt, aber erst kürzlich konnte ein Exemplar durch Professor Angela Nuovo von der Universität von Mailand aufgespürt werden.

Quelle: CARC

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Andreas Fleckenstein ist diese Woche auch unter die Podcaster gegangen. Gemeinsam mit Ingo Oschmann und Alexander Lehmann lädt er nun jeden Montag bei Spotify und anderswo zum „Secret Magic Talk“ über “neue und alte Tricks, Bücher, Seminare und Shows”.

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Der kürzlich hier erwähnte spannende Online-Vortrag von Richard Hatch über Günther Dammann ist nun auch auf YouTube abrufbar. Vielen Dank an Wittus Witt für den Hinweis!

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Der immer lesenswerte britische Blog “Magic at War” über die Erlebnisse und Schicksale von Zauberern im Zweiten Weltkrieg widmet sich in dieser Woche der Berlinerin Ruth Iris Wachsmann, die vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten unter dem Künstlernamen Miss Blanche eine führende Manipulatorin in Europa war. Anders als ihr Lehrmeister Larette (Cornelius Hauer) überlebte sie als Jüdin die Schreckensherrschaft knapp und emigrierte 1956 in die USA. Sie starb 1989.

Die Zauber-Lage am Sonntag

04./11.07.2021

Trotz Corona ist am letzten Wochenende in Manresa (Spanien) die FISM European Championship offenbar sicher und erfolgreich zuende gegangen. Den Grand Prix (Bühne) gewann der Belgier Laurent Piron. Ein Grand Prix in Close-Up wurde nicht vergeben. Yann Yuro siegte in der Sparte Mentalmagie, Alfonso Rituerto errang einen 2. Preis in Mikromagie.

Neuer Präsident von FISM Europe als Nachfolger von John Pye, der nicht mehr kandidierte, ist der Italiener Andrea Baioni. Ferner wurde MZvD-Präsident Eberhard Riese einstimmig ins Board gewählt. Der nächste Kongress soll 2024 in St. Petersburg über die Bühne gehen.

Herzlichen Glückwunsch allen Preis-, Titel- und Amtsträgern!

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Die Stiftung Zauberkunst hat ihre Website vollständig überarbeitet. Außerdem präsentiert sie auf ihrem Instagram-Account nun praktisch täglich ein Schätzchen oder Kurioses aus ihrer umfassenden Zaubersammlung. Besuch und Unterstützung ist allen an der Zauberhistorie Interessierten wärmstens empfohlen!

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Zur Kalanag-Biografie von Malte Herwig sind kürzlich weitere Rezensionen in großen Blättern erschienen: in der Süddeutschen Zeitung hier und in der NZZ hier.

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Michael Holderried befindet sich laut eines Presseberichtes derzeit offenbar in Gesprächen über einen neuen Standort seines Kalanag-Museums mit der Stadt Murrhardt, wo der berühmte Nachkriegszauberer im Stadtteil Fornsbach seine letzten Lebensjahre verbrachte. Bis 2013 betrieb Holderried das Museum und sein Traumzeit-Theater in städtischen Räumen in Backnang, musste diese dann aber für andere Kultureinrichtungen räumen.

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In Las Vegas starb diese Woche Pamela “Pam” Hayes Thompson, Witwe und Bühnenpartnerin des vor rund zwei Jahren verstorbenen Johnny Thompson. Als etwas ordinäre, kaugummikauende und genervte Assistentin an der Seite des pompösen Zaubermeisters schuf sie eine unvergessliche Bühnenfigur.

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Die Zauber-Lage am Sonntag

27.06.2021

Im Gropius Bau in Berlin ist noch bis zum 15. August eine große Retrospektive der bedeutenden zeitgenössischen japanischen Künstlerin Yayoi Kusama zu sehen. Die Ausstellung umfasst zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren sowie einige aktuelle Arbeiten. Neben dem sinnenfrohen Spiel mit Farben und Formen dürften sich Zauberfreunde besonders für die “Infinity Mirror Rooms” begeistern – scheinbar unendliche Spiegelräume, die man entweder betreten oder durch ein kleines Fenster betrachten kann. Magisch und äußerst empfehlenswert!

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Der große 100-stündige Zauber-Livestream-Marathon der United Magicians for the World ist am Montag zu Ende gegangen und hat bis dato rund 14.000 Euro an Spendengeldern erbracht, mit denen jungen Zauberern die Teilnahme an den nächsten FISM Weltmeisterschaften ermöglicht werden sollen. Unterstützt mit Beiträgen haben das Programm u.a. Malte Herwig, Jan Logemann, Nikolai Striebel, Axel Hecklau, Alexander de Cova und Christian Schenk.

Richard Hatch hat zu seinem spannenden und detailreichen Vortrag über den jüdischen Zauberkünstler und Autor Günther Dammann, der den Nazis zum Opfer fiel, bereits weitere Anfragen erhalten – vielleicht hat ja auch einer der nächsten deutschen Kongressveranstalter daran Interesse?!

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In den vergangenen Tagen sind sukzessive die Gewinner der diesjährigen Allan Slaight Awards bekanntgegeben worden. Freuen über die Ehre und Preisgelder von 5.000 bis 15.000 Dollar dürfen sich 2021:

John Gaughan – Lifetime Achievement
Helder Guimarães – Sharing Wonder
David Sandy & Lance Rich – Sharing Secrets
Billy Kidd – International Rising Star
Jonah Babins – Canadian Rising Star

Alle bisherigen Gewinner der seit 2015 ausgelobten Preise gibt es hier zum Nachlesen.

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Im aktuellen Genii Magazine (July 2021) dreht sich die Titelgeschichte um die Frage, wie Zauberprofis einen wichtigen TV-Auftritt angehen. Zu den Befragten zählen auch The Clairvoyants, also Thommy Ten und Amélie van Tass, die in der 11. Staffel von “America’s Got Talent” den zweiten Platz belegen konnten. Ein Tipp der beiden: “We always try to really listen to our audience, judges, or the host to see what they would like the next time.”

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Die Science of Magic Association (SOMA) veranstaltet heute ein Zoom-Webinar zum Thema “Conversations on Science Magic and Society”, u.a. mit Gustav Kuhn, Roberto Giobbi und Joshua Jay. Die Teilnahme ist kostenlos, man muss sich für den Link zur Veranstaltung allerdings vorher auf der SOMA-Website registrieren. Beginn ist um 2 p.m. EST – das müsste bei uns um 21 Uhr sein, wenn ich mich nicht verrechnet habe…

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Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Wer noch Zauberzeitschriften liest und sammelt, kann nach meiner Beobachtung inzwischen im Wochentakt tolle Schnäppchen bei eBay und Co. machen. Umgekehrt schauen jene in die Röhre, die aus Nachlässen, aus Altersgründen oder anderen Motiven ihre Bestände verkaufen wollen. Ob “Magie”, “magische welt” oder gar die “Intermagic” – zahlreiche alte Jahrgänge werden heute ab 1 Euro angeboten – und bisweilen nicht mal dafür verkauft. Übersättigung eines kleinen Marktes oder doch eher allgemeine Lesemüdigkeit? Was habe ich vor Jahren noch investiert, um mir gerade die “Intermagic” mühsam Jahrgang für Jahrgang zusammenzukaufen! Bob Dylan, der im letzten Monat 80 Jahre alt wurde, hat’s früh gewusst: “The Times They Are A-Changin'”…

Ganz anders sieht es nach wie vor bei den Tenyo-Klassikern aus: Trotz eines Überangebotes werden für viele Schätzchen Mondpreise im dreistelligen Bereich aufgerufen – für das “Ninja Experiment” etwa derzeit bis zu 700 Euro! Aber zum Glück ist angeboten noch nicht gleich bezahlt…

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