Fundsache: Wie aus Feuer Zauber und aus Puncks Punx wurde…

Punx der Unfassliche

Ludwig Hanemann-Punx war nicht nur ein Meister der Zauberkunst, sondern auch des Wortes und der Ästhetik. Sein frühes, kleinformatiges Programmheft, “Punx der Unfassliche” betitelt, darf als wunderbarer Beleg dafür dienen und ist daher, obwohl nicht gerade selten, ein kleines Schmuckstück meiner Zaubersammlung.

In dem Heftchen schildert Hanemann auch, wie er als Schüler unter dramatischen Umständen zu seinem Künstlernamen kam:

Punx der Unfassliche_Puncks

Wenn’s denn stimmt, hat jener Dr. Kappe auf diesem Weg einem wahrlich zauberhaften Künstlernamen ins Leben verholfen, der um so viel magischer klingt als jeder dahergelaufene Scholzano oder Müllerini!

Mehr über das “Prairiefeuerzeug Punks” (hier nur mit ‘k’ geschrieben) findet sich übrigens in Karl Mays Der Scout, wie hier nachzulesen ist.


 

Neues zur Kulturgeschichte der Zauberkunst

Wittus Witt hat soeben die zweite Ausgabe vom A-B-C der Taschenspielerkunst vorgelegt. Der 192-seitige Band enthält Beiträge von Peter Mika, Peter Rawert, Waldemar Hans Horster und Witt selbst. Highlights sind eine umfassende Biografie von Alexander Heimbürger sowie eine bisher unveröffentlichte Becherspiel-Routine von Reinhard Rohnstein. Dank Stefan Alexander Rautenberg gibt es aus dem Nachlass von Alexander Adrion eine CD-Beilage mit einem Heimbürger-Feature des Deutschlandfunks von 1982.

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Schriftliche Bestellungen am besten direkt an abc@wittuswitt.de.

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Ende März erscheint die recht spannend klingende Dissertation von Katharina Rein als Buch: Techniken der Täuschung: Eine Kultur- und Mediengeschichte der Bühnenzauberkunst im späten 19. Jahrhundert.

Rein Täuschung

In der Kurzbeschreibung des Titels heißt es:

Katharina Reins preisgekrönte kulturwissenschaftliche Dissertation widmet sich der Bühnenzauberkunst in ihrem “Goldenen Zeitalter” (ca. 1860–1900), das von wissenschaftlicher und technischer Innovation ebenso geprägt war wie von einer florierenden Medienkultur, den Umbrüchen der Industrialisierung oder den Erfahrungen von Globalisierung und Kolonialismus. Moderne Bühnenzauberei beansprucht keine übernatürliche Wirkung, vielmehr präsentiert sie technisch erzeugte Illusionen, deren Funktionsweisen sie allerdings verbirgt. Sie stellt damit eine spezifische Form des Mediengebrauchs dar, die mediale Effekte exzessiv ausstellt, während sie das dahinterstehende technische Geschehen zum Verschwinden bringt. Die Analyse von vier paradigmatischen Großillusionen (“Pepper’s Ghost”, “Vanishing Lady”-, Levitations- und Telepathie-Illusion) eröffnet nicht nur schlaglichtartige Einblicke in die bislang weitgehend ungeschriebene Zaubergeschichte des späten 19. Jahrhunderts. Sie geben zugleich die Sicht frei auf einschneidende kulturelle Veränderungen und Innovationen, die in diese moderne, hoch technisierte Form von Magie Eingang fanden.

Das Buch wird gebunden 34 Euro kosten und kann z.B. hier bei Amazon vorbestellt werden.

Die Autorin wird darüber auch bei Magica 2020 referieren.

Hier ist sie im Interview mit den Machern des Trickverrat Podcasts zu hören.


 

Do You Know this Magic Ad or Company?

On the cover of the latest issue of “Ye Olde Magic Mag,” editor Marco Pusterla has featured an old advertisement from his collection, which you can see below. It’s probably around 100 years old. However, the publishing “BM” company has not been identified yet. A textiles or yarn company? Or makers of fine linen playing cards? Or something totally different? Maybe from France or Belgium?

Any helpers or ideas?

Pusterla_MagicAd_CarteForcee

By the way, once you are interested in this, why don’t you consider subscribing to Marco’s wonderful little journal? It’s available both in print and in PDF format, and it makes for a great read on magic history and collecting four times a year!


 

Mark Wilson’s Illusions for Sale

Mark Wilson Auction

If you have always wanted to own an illusion by Mark Wilson, the legendary TV and trade show magician, your chance is coming up this very weekend! A lot of the boxes have been created by Alan Wakeling and built by John Gaughan, two further legends in the field.

You can download the auction catalog right here. Enjoy browsing!


 

New Addition to My Collection

JFortuneVernon

Last year I was fortunate to snatch this lovely art work from fellow magician and painter Jay Fortune. Besides the delicate black ink lines I particularly like the fact that this Dai Vernon rendition was drawn on an original page from an old Genii magazine!

Check out Jay’s art work here – he also does pop art and “pet paw-traits”!


 

Magic Postage Stamps: Rosa & Janos Bartl

Bartl Marke Witt

In December 2019, Wittus Witt has issued a German postage stamp featuring famous past magic dealers Rosa & Janos Bartl. The stamp comes as one of many extras with Witt’s latest German publication, the A-B-C der Taschenspieler-Kunst. However, it is directly linked to Birgit Bartl-Engelhardt’s major Bartl biography, which came out – also published by Wittus Witt – just a few months earlier last year.


 

Historisch-Kunstvolles für Taschenspieler

ABC Witt

Rechtzeitig zu Weihnachten hat Wittus Witt seine neueste, ambitionierte Publikation auf den Markt gebracht: Das A-B-C der Taschenspieler-Kunst. Als Schriftenreihe für Liebhaber geplant, hat sich schon die Erstausgabe zu einem richtigen Buch ausgewachsen: 156 Seiten Umfang, fest gebunden, edel gedruckt, mit Schutzumschlag und diversen Beilagen (Poster-Reprint und Zauberbriefmarken) versehen. Es sollen künftig zwei Ausgaben pro Jahr erscheinen.

Hier gibt es einen flotten Video-Preview:

Da ich selbst mit einem Beitrag vertreten sein darf, fällt mein Urteil natürlich nicht ganz neutral aus, doch unabhängig davon ist dieses Werk aus meiner Sicht ein sprichwörtliches “Muss” zum Blättern, Schmökern und Genießen für jeden Zaubersammler und -historiker!


 

Tenyo würdigt Werry

1954 erfand und vermarktete Werner Geissler-Werry das “Schlangenseil” – ein Seil, das in eine Tüte voller Spielkarten gehalten wird und dort eine vorher gewählte Karte in einer Schlinge “einfängt”. Das Kunststück ist bis heute in Variationen auf dem magischen Markt erhältlich. Nun, ganze 66 Jahre später, kommt es auch in der 2020-Kollektion von Tenyo zu neuen Ehren, unter dem Titel “Miracle Fishing” (T-293) und mit einem neuen Gimmick von Kenichi Komiya.

Tenyo Werry

Schade nur, dass Richard Kaufman im aktuellen Genii Magazine (Dezember 2019) den Urheber fälschlich als “Werry Geissler” bezeichnet…

Alle neuen Tenyo-Tricks für 2020 gibt es hier zu sehen.


 

Another Houdini Stamp!

Collectors, rejoice!

I’m happy and a bit proud to report that I have just unearthed another Houdini postage stamp. I am not aware of any magic collectors’ sources that have mentioned this stamp so far, but of course I may be wrong.

TC Houdini Stamp

The stamp was issued in Mozambique, Africa, in 2010 (the year of his passing), as part of a series of eight stamps which depict some Tony Curtis movies. The top left stamp of the set features the movie “Houdini” from 1953, with Tony Curtis in the leading role and Janet Leigh as Bess, his partner and assistant (and back then his wife in real life).

And now go and collect it!


 

Neue Zaubermarken aus Deutschland

Sammler magischer Briefmarkenmotive können sich über zwei Neuzugänge in der Rubrik “Optische Illusionen” freuen: Die Deutsche Post hat vor wenigen Wochen unter dem Titel “Optische Täuschung” die beiden Motive “Gebogene Linien?” (60 Cent) und “Perspektivwechsel” (80 Cent) herausgegeben:

Optische Täuschung Deutschland 2019 Marke 60c_snipOptische Täuschung Deutschland 2019 Marke 80c_snip

Mehr zum Thema magische Marken gibt es hier.