Show & Tell from Magic’s Top Collectors and Historians

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Screenshot from Marco’s live stream with David Copperfield

Marco Pusterla, magic historian and editor of that fine magazine for connoisseurs, Ye Olde Magic Mag, (check out the latest issue for some wonderful 16th century discovery predating Scot!) has just completed a run of ten live streams featuring some of magic’s biggest collectors and historians.

What an amazing experience to see David Copperfield‘s minute recreation of the old Tannen’s Magic Shop from 42nd Street in NYC! Our German friends Michael Sondermeyer and Uwe Schenk were also present with their unique magic collection at the German Conjuring Arts Foundation. Other chats and visits included Mike Caveney, Eddie Dawes and John Davenport.

If you are interested in catching up, you can find all streams here on Facebook (you don’t have to register to watch). But don’t wait too long, Marco says that he will take the videos down at the end of this month!

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Screenshot from Marco’s live stream with David Copperfield

 

Aus meiner Sammlung: Mandra der Magier

Mandra der Zauberer_Heft 1

Wussten Sie, liebe Zaubersammlerfreunde, dass es drei Versuche gab, die U.S.-Reihe “Mandrake the Magician” von Lee Falk mit etwa 30 Jahren Verspätung auch auf dem deutschen Comic-Markt einzuführen? Und das unter dem etwas ungelenk verkürzten Namen Mandra? Hier ist Heft 1 des zweiten Anlaufs aus dem Jahr 1967 zu bewundern, das ich in meiner Sammlung habe.

Dieser Start war jedoch etwas holprig. Das in Schweden produzierte Heft wurde womöglich auch dort ins Deutsche übersetzt oder zumindest in Satz gegeben; die Titelgeschichte heißt “GEFAHREIM STADTSCHUNGEL” (genau so geschrieben). Auch in den Sprechblasen sind ein paar Buchstaben auf Abwege geraten wie sonst nur die Bösewichte. Kurios liest sich zudem die einfache Sprache von Lothar (!), dem afrikanischen “Dschungelmann” und Sidekick von Mandra. Er spricht so (“Ich nur versuchen zu beschützen Stadtpark”), wie wir es zehn Jahre später im Kino schmunzelnd von Meister Yoda in “Star Wars” hören sollten…

Enttäuschend fand ich, dass Mandra trotz seines schnieken BühBlitzGordonnen-Outfits, das er auch im Alltag trägt, gar nicht mit Zaubertricks arbeitet, sondern alle Bösewichte mal eben hypnotisiert und so zu Opfern ihrer Einbildungskraft macht. Keine Force, keine Blitzwatte und auch keine Spielkarten als Wurfgeschosse aus dem Ärmel… Schade!

Auf der hinteren Umschlagseite des Comics fand sich übrigens Werbung für eine weitere “neue Serienzeitung”, ebenfalls etwas gewollt eingedeutscht: “Blitz Gordon”.

In beiden Fällen war jedoch das Beste: das Titelbild!


 

Aus meiner Sammlung: Kontaktabzüge von Marvelli

Marvelli_sw_Kontaktabzug_2

Aus der Auflösung eines internationalen Fotoarchivs konnte ich kürzlich einen Bogen Kontaktabzüge ersteigern, von dem jedoch ein Bild schon ausgeschnitten war. Ich bin mir relativ sicher, dass es sich bei diesen Studioaufnahmen um Fredo Marvelli (Friedrich Jäckel, 1903-1968) bei der Vorführung seines “schwebenden Stabes” handelt.

Auf der Rückseite trägt der Abzug einen Stempel des Fotografen Konrad Weidenbaum, “Schriftleiter im R.D.P.”, was wohl für den Reichsverband der Deutschen Presse, der im Deutschen Reich bis 1945 bestand, steht. Vermutlich stammen die Aufnahmen aus den 1930er-Jahren.

Kennt vielleicht jemand ähnliche Bilder von Weidenbaum, ob von Marvelli oder anderen Zauberkünstlern seiner Zeit?


 

Neues zur Taschenspielerkunst von Adrion bis YPS

ABC_Cover_Band3

Der zweite Band ist noch gar nicht vollständig gelesen, da legt Wittus Witt schon mit der dritten Ausgabe seines A-B-C der Taschenspieler-Kunst im Buchformat nach! Auf 156 Seiten bietet diese u.a. Lesenswertes von und über Alexander Adrion sowie einen echten Leckerbissen für Sammler: einen umfassenden Überblick über die Zauber-Gimmicks und -themen des einst großen und beliebten Kindermagazins YPS! Wer da nicht gleich anfängt, in seinem Zauberkeller und seinen Kindheitserinnerungen zu kramen…

Als Beilagen enthält dieser Band Reproduktionen von zwei Adrion-Drucksachen sowie, auf der Innenseite des Buchumschlages, des “Großen YPS-Zauber-Posters”.

Nach einem Wechsel der Druckerei kostet das A-B-C  im zweiten Jahrgang und in bibliophiler Ausstattung jetzt 52,50 Euro im Jahresabo, Versand inklusive. Schriftliche Bestellungen am besten direkt an abc@wittuswitt.de.

Hier geht es zu den Meldungen über Band 1 und Band 2.


 

Fundsache: Wie aus Feuer Zauber und aus Puncks Punx wurde…

Punx der Unfassliche

Ludwig Hanemann-Punx war nicht nur ein Meister der Zauberkunst, sondern auch des Wortes und der Ästhetik. Sein frühes, kleinformatiges Programmheft, “Punx der Unfassliche” betitelt, darf als wunderbarer Beleg dafür dienen und ist daher, obwohl nicht gerade selten, ein kleines Schmuckstück meiner Zaubersammlung.

In dem Heftchen schildert Hanemann auch, wie er als Schüler unter dramatischen Umständen zu seinem Künstlernamen kam:

Punx der Unfassliche_Puncks

Wenn’s denn stimmt, hat jener Dr. Kappe auf diesem Weg einem wahrlich zauberhaften Künstlernamen ins Leben verholfen, der um so viel magischer klingt als jeder dahergelaufene Scholzano oder Müllerini!

Mehr über das “Prairiefeuerzeug Punks” (hier nur mit ‘k’ geschrieben) findet sich übrigens in Karl Mays Der Scout, wie hier nachzulesen ist.


 

Neues zur Kulturgeschichte der Zauberkunst

Wittus Witt hat soeben die zweite Ausgabe vom A-B-C der Taschenspieler-Kunst vorgelegt. Der 192-seitige Band enthält Beiträge von Peter Mika, Peter Rawert, Waldemar Hans Horster und Witt selbst. Highlights sind eine umfassende Biografie von Alexander Heimbürger sowie eine bisher unveröffentlichte Becherspiel-Routine von Reinhard Rohnstein. Dank Stefan Alexander Rautenberg gibt es aus dem Nachlass von Alexander Adrion eine CD-Beilage mit einem Heimbürger-Feature des Deutschlandfunks von 1982.

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Schriftliche Bestellungen am besten direkt an abc@wittuswitt.de.

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Ende Mai erscheint die recht spannend klingende Dissertation von Katharina Rein als Buch: Techniken der Täuschung: Eine Kultur- und Mediengeschichte der Bühnenzauberkunst im späten 19. Jahrhundert.

Rein Täuschung

In der Kurzbeschreibung des Titels heißt es:

Katharina Reins preisgekrönte kulturwissenschaftliche Dissertation widmet sich der Bühnenzauberkunst in ihrem “Goldenen Zeitalter” (ca. 1860–1900), das von wissenschaftlicher und technischer Innovation ebenso geprägt war wie von einer florierenden Medienkultur, den Umbrüchen der Industrialisierung oder den Erfahrungen von Globalisierung und Kolonialismus. Moderne Bühnenzauberei beansprucht keine übernatürliche Wirkung, vielmehr präsentiert sie technisch erzeugte Illusionen, deren Funktionsweisen sie allerdings verbirgt. Sie stellt damit eine spezifische Form des Mediengebrauchs dar, die mediale Effekte exzessiv ausstellt, während sie das dahinterstehende technische Geschehen zum Verschwinden bringt. Die Analyse von vier paradigmatischen Großillusionen (“Pepper’s Ghost”, “Vanishing Lady”-, Levitations- und Telepathie-Illusion) eröffnet nicht nur schlaglichtartige Einblicke in die bislang weitgehend ungeschriebene Zaubergeschichte des späten 19. Jahrhunderts. Sie geben zugleich die Sicht frei auf einschneidende kulturelle Veränderungen und Innovationen, die in diese moderne, hoch technisierte Form von Magie Eingang fanden.

Das Buch wird gebunden 34 Euro kosten und kann z.B. hier bei Amazon vorbestellt werden.

Die Autorin wird darüber auch bei Magica 2020 referieren.

Hier ist sie im Interview mit den Machern des Trickverrat Podcasts zu hören.


 

Do You Know this Magic Ad or Company?

On the cover of the latest issue of “Ye Olde Magic Mag,” editor Marco Pusterla has featured an old advertisement from his collection, which you can see below. It’s probably around 100 years old. However, the publishing “BM” company has not been identified yet. A textiles or yarn company? Or makers of fine linen playing cards? Or something totally different? Maybe from France or Belgium?

Any helpers or ideas?

Pusterla_MagicAd_CarteForcee

By the way, once you are interested in this, why don’t you consider subscribing to Marco’s wonderful little journal? It’s available both in print and in PDF format, and it makes for a great read on magic history and collecting four times a year!


 

Mark Wilson’s Illusions for Sale

Mark Wilson Auction

If you have always wanted to own an illusion by Mark Wilson, the legendary TV and trade show magician, your chance is coming up this very weekend! A lot of the boxes have been created by Alan Wakeling and built by John Gaughan, two further legends in the field.

You can download the auction catalog right here. Enjoy browsing!


 

New Addition to My Collection

JFortuneVernon

Last year I was fortunate to snatch this lovely art work from fellow magician and painter Jay Fortune. Besides the delicate black ink lines I particularly like the fact that this Dai Vernon rendition was drawn on an original page from an old Genii magazine!

Check out Jay’s art work here – he also does pop art and “pet paw-traits”!


 

Magic Postage Stamps: Rosa & Janos Bartl

Bartl Marke Witt

In December 2019, Wittus Witt has issued a German postage stamp featuring famous past magic dealers Rosa & Janos Bartl. The stamp comes as one of many extras with Witt’s latest German publication, the A-B-C der Taschenspieler-Kunst. However, it is directly linked to Birgit Bartl-Engelhardt’s major Bartl biography, which came out – also published by Wittus Witt – just a few months earlier last year.